Doch auf all dies achtete er nicht, er dachte vielmehr nur daran, wie er seinen Dämonen, die ihn schon wiederholt verdienterweise geschlagen hatten, willfährig sein könnte. Und noch ehe er staatliche Angelegenheiten ordnete, erhob er sich gegen die Christen. Nach zwei Richtungen ging sein Kampf: gegen die Galiläer, wie er selbst spöttisch (die Christen) nannte, und gegen die Perser, die hartnäckig in ihrer Kriegsstimmung verharrten. Unsere Sache war ihm aber wichtiger und vordringlicher, so daß er den persischen Krieg dagegen nur als eitles Kinderspiel ansah. Er sprach dies zwar nicht aus, aber er verheimlichte es auch nicht. In einem Übermaße wütete er, daß er es immer und immer wieder vor allen zu erkennen gab. Der allergescheiteste und tüchtigste Staatspräsident wußte nicht einmal, daß, während mit den früheren Verfolgungen nur wenig Erschütterungen und Störungen verbunden waren, und zwar deshalb, weil unsere Lehre noch nicht in die Massen gedrungen war, die Wahrheit sich nur erst an wenige gewandt und noch nicht alles erleuchtet hatte, dagegen nunmehr, nachdem die heilsame Lehre 117 sich ausgegossen und bei uns zu einer großen Macht entwickelt hatte, der Versuch, das Christentum umzugestalten und zu erschüttern, nichts war als eine Erschütterung des römischen Staates und eine Gefahr für die Gesamtheit und nichts anderes bedeutete, als Leiden, wie sie der äußere Feind nicht schlimmer wünschen konnte, von seiten der Christen selbst und von seiten dieser neuen, wunderbaren Philosophie und Regierung sich aufladen, der wir unser Glück verdanken und durch die wir zu diesem goldenen Geschlecht und Reich, das keine Revolution und keinen Krieg kennt, geworden sind.