1. Kommen wir jetzt, o Kaiser, auch zum Volksstamm der Juden, und sehen wir zu, was sie für eine Anschauung von Gott haben. 2. Die Juden nun behaupten, daß Gott einer ist, Schöpfer des Alls und allmächtig, und daß man nichts anbeten dürfe als Gott 48 allein. Und hierin scheinen sie der Wahrheit näher zu kommen als alle (anderen) Völker, darin (nämlich), daß sie vorzüglich Gott und nicht seine Werke anbeten. 3. Auch ahmen sie Gott nach durch die Menschenliebe, die sie pflegen, indem sie sich der Armen erbarmen, die Gefangenen erlösen, die Toten begraben u. dgl. tun, was Gott genehm und auch den Menschen gefällig ist, was sie (alles) von ihren Vorvätern übernommen haben. 4. Indes sind auch sie von der genauen Erkenntnis abgeirrt. Sie vermeinen zwar in ihrem Sinne Gott zu verehren, aber durch die Art ihrer Handlungen gilt ihre Verehrung den Engeln und nicht Gott, da sie die Sabbate, die Neumonde, die (Tage des) Ungesäuerten, den Großen Tag, das Fasten, die Beschneidung und die Reinheit der Speisen beobachten, was sie nicht einmal so vollkommen halten.
194Denn diese, die Nachkommen Abrahams, Isaaks und Jakobs, übersiedelten nach Ägypten usw. (vgl. Apg. 13,17) G; vgl. zu II 5.
195Br. a. Diogn. 3,2.
196Deut. 6,4 (Mark. 6,29).
197Gen. 1,1; Is. 37,16; Br. a. Diogn. 7,2.
198Ex 20,2 ff.
199Zum Ausdruck vgl. Eph. 5,1; Ignat., Eph. 1,1; Trall. 1,2; Justin, Apol. I 10,1; Br. a. Diogn. 10,3.5 f.
208Petruspred., a.a.O.; vgl. Is. 1,13; Justin, Apol. I 37,5.
209Gal. 5,2 ff.; Kol. 2,11.
210Kol. 2,16; Hebr. 13,9; vgl. 9,10.
211Vgl. Apg. 7,53; 15,10. G faßt § 2-4 also zusammen: Denn sie verehren auch jetzt (noch) den einen, allmächtigen Gott, aber nicht der Erkenntnis gemäß (Röm. 10,2); verleugnen sie doch Christus, den Sohn Gottes (1Joh. 2,22 f.) und sind fast den Heiden ähnlich, wenn sie auch der Wahrheit, von der sie sich entfernten, ziemlich nahe zu kommen scheinen.