31 1. Wenden wir uns jetzt, o Kaiser, den (einzelnen) Elementen selbst zu, um von ihnen zu beweisen, daß sie keine Götter sind, sondern vergängliche und veränderliche Kreatur, die dem Menschen nachgebildet ist. Gott aber ist unvergänglich, unveränderlich und unsichtbar, während er selbst alles sieht, wandelt und ändert.
2. Die nun glauben, die Erde sei Gott, sind [schon] im Irrtum. Wird sie doch von den Menschen mißhandelt und dienstbar gemacht, wird aufgegraben, durchwühlt und durchfurcht, und nimmt den kotigen Unflat von Menschen, wilden und zahmen Tieren auf. Zeitweise wird sie auch nutzlos; wird sie nämlich gebrannt, so wird sie tot, denn aus einer Scherbe wächst nichts. Wird sie ferner übermäßig benetzt, so verdirbt sie samt ihren Früchten. Ja sie wird von Menschen und Vieh zertreten und nimmt die blutige Unreinigkeit Ermordeter auf, sie wird aufgegraben und mit Toten angefüllt und wird (so) zum Leichenbehälter. 3. Es ist (nun) unmöglich, daß jene heilige, ehrwürdige, selige und unvergängliche Natur Gottes derartiges (in 32 sich) aufnehme. Und eben daraus ist uns ersichtlich, daß die Erde nicht Gott, sondern eine Schöpfung Gottes ist.