[Forts. v. 224 ] Aber es wird einer sagen: Es genügte also, daß Johannes den Herrn taufte; wozu brauchten noch andere von Johannes getauft zu werden? Auch das haben wir schon besprochen; denn wenn nur der Herr von Johannes getauft würde, so könnten die Menschen auf den Gedanken kommen, daß Johannes eine vorzüglichere Taufe hatte als der Herr. Sie würden nämlich sagen: So groß war die Taufe, die Johannes hatte, daß bloß der Herr damit getauft zu werden würdig war. Also damit die Taufe, die der Herr geben wollte, als die vorzüglichere erwiesen, und jene als die des Knechtes, diese als die des Herrn erkannt würde, ließ sich der Herr taufen, um so ein Beispiel der Demut zu geben; nicht er allein aber wurde von ihm getauft, damit nicht die Taufe des Johannes vorzüglicher erschiene als die Taufe des Herrn. Dazu aber wies unser Herr Jesus Christus den Weg, wie ihr gehört habt, meine Brüder, damit nicht einer, der den Anspruch erhebt, er habe Überfluß an Gnade, es verschmähe, mit der Taufe des Herrn getauft zu werden. Denn wie sehr auch ein Katechumenus voran sein mag, er trägt noch die Last seiner Sünde; sie wird ihm nicht abgenommen, wenn er nicht zur Taufe kommt. Gleichwie das Volk Israel das Volk der Ägypter nicht los wurde, ehe es nicht an das Rote Meer kam, so wird niemand von der Last der Sünde frei, bis er nicht zum Taufquell kommt.