Also diese „Speise, nicht die vergeht, sondern die bleibt ins ewige Leben, welche der Menschensohn euch geben wird; denn ihn hat Gott der Vater bezeichnet“. Diesen Menschensohn dürfet ihr nicht so nehmen wie andere Menschensöhne, von welchen es heißt: „Die Menschenkinder aber werden im Schutze Deiner Flügel hoffen“. Dieser Menschensohn, durch eine besondere Gnade des Geistes eine Ausnahmestellung einnehmend und nach dem Fleische ein Menschensohn, ist ein aus der Zahl der Menschen herausgenommener Menschensohn. Dieser Menschensohn ist auch Gottessohn, dieser Mensch ist auch Gott. An einer anderen Stelle fragt er die Jünger und sagt: „Für wen halten die Leute den Menschensohn? Und sie: die einen für Johannes, 425 die andern für Elias, die andern für Jeremias oder einen der Propheten. Und er: Ihr aber, für wen haltet ihr mich? Simon antwortete: Du bist Christus, der Sohn des lebendigen Gottes“. Jener nannte sich Sohn des Menschen, und Petrus nannte ihn Sohn des lebendigen Gottes. Sehr gut erwähnte der eine, was er aus Barmherzigkeit sichtbar gemacht hatte, indes der andere erwähnte, was er in Herrlichkeit blieb. Das Wort Gottes hebt seine Erniedrigung hervor, der Mensch anerkennt die Herrlichkeit seines Herrn. Und in der Tat, meine Brüder, ich halte dafür, so sei es recht: er erniedrigte sich wegen uns, wir wollen ihn verherrlichen; denn Menschensohn ist er nicht wegen sich selbst, sondern wegen uns. Also Menschensohn war er in der Weise, wie „das Wort Fleisch geworden und unter uns gewohnt hat“. Denn deshalb hat „diesen der Vater bezeichnet“. Was heißt bezeichnen, als etwas in besonderer Weise darstellen? Denn das heißt bezeichnen, etwas mit einem Merkmal versehen, damit es nicht mit den übrigen Dingen verwechselt wird. Bezeichnen heißt ein Zeichen auf etwas machen. Was immer du mit einem Zeichen versiehst, du machst das Zeichen deshalb, damit es nicht infolge Verwechslung mit anderen dir unerkannt bleibe. Also „der Vater hat ihn bezeichnet“. Was heißt: „er hat ihn bezeichnet“? Er hat ihm etwas Besonderes gegeben, damit er nicht den übrigen Menschen gleichgesetzt werde. Darum heißt es von ihm: „Es hat Dich, o Gott, Dein Gott gesalbt mit dem Öle der Freude vor Deinen Genossen“. Also was heißt bezeichnen? Jemand herausgenommen haben, d. h. „vor Deinen Genossen“. Also verachtet mich nicht, sagt er, daß ich ein Menschensohn bin, und suchet von mir „eine Speise, nicht die vergeht, sondern die bleibt ins ewige Leben“. Denn ich bin so Menschensohn, daß ich nicht einer aus euch bin; ich bin so Menschensohn, daß Gott der Vater mich bezeichnete. Was heißt „bezeichnete“? Er gab mir etwas Besonderes, damit ich nicht mit dem 426 Menschengeschlecht verwechselt, sondern das Menschengeschlecht durch mich befreit werden sollte.