„Und den, der zu mir kommen wird, werde ich nicht hinauswerfen. Denn ich bin vom Himmel gekommen, nicht damit ich meinen Willen tue, sondern den Willen dessen, der mich gesandt hat.“ Darum also wirst Du denjenigen, der zu Dir kommen wird, nicht hinauswerfen, weil Du vom Himmel herabgekommen bist, nicht um Deinen Willen zu tun, sondern den Willen dessen, der Dich gesandt hat? Ein großes Geheimnis! Ich bitte euch, klopfen wir miteinander an; es möge etwas zu uns herauskommen, was uns nähren, gemäß dem, was uns lockte. Ein großes und süßes Geheimnis ist es: „Wer zu mir kommen wird“. Merk auf, merk auf, habt acht: „Wer zu mir kommen wird, den werde ich nicht hinauswerfen“. Also „wer zu mir kommen wird“, sagt er, „den werde ich nicht hinauswerfen“. Warum? „Weil ich vom Himmel herabgekommen bin, nicht damit ich meinen Willen tue, sondern den Willen dessen, der mich gesandt hat“. Das ist also der Grund, warum Du den nicht hinauswirfst, der zu Dir kommt, daß Du nicht Deinen Willen zu tun vom Himmel herabgekommen bist, sondern den Willen dessen, der Dich gesandt hat? Ja, dieser ist es. Was fragen wir erst, ob er es sei? Er ist es, sagt er selbst. Denn uns ist es nicht erlaubt, etwas anderes zu vermuten, als was er sagt: „Wer zu mir kommen wird, den werde ich nicht hinauswerfen“. Und als ob Du fragen würdest: Warum? „Weil ich nicht gekommen bin, meinen Willen zu tun, sondern den Willen dessen, der mich gesandt hat“. Ich fürchte, daß die Seele deshalb von Gott weggekommen ist, weil sie stolz war, ja ich zweifle nicht daran. Denn es steht geschrieben: „Der Anfang jeder Sünde ist der Stolz“, und: „Der Anfang des Stolzes eines Menschen ist der Abfall von Gott“. Es steht geschrieben, es ist zweifellos, es ist wahr. Ferner wie heißt es von dem stolzen Sterblichen, der mit den Lappen des Fleisches umhüllt, von der Last 430 des vergänglichen Körpers niedergedrückt ist und doch sich erhebt und vergißt, mit welchem Fell er bekleidet ist, was ruft ihm die Schrift zu? „Wie ist doch hochmütig Erde und Asche? Warum ist er hochmütig?“ Sie sage, warum er hochmütig ist. „Weil er in seinem Leben sein Innerstes herausgeworfen hat“. Was heißt herauswerfen anders als fortwerfen? Das heißt hinausgehen. Denn hineingehen heißt, nach dem Innern streben; das Innere herauswerfen, heißt hinausgehen. Das Innere wirft der Hochmütige heraus, der Demütige strebt nach dem Inneren. Wenn wir nun durch Hochmut hinausgeworfen werden, so kehren wir durch Demut wieder zurück.