894 „Den Frieden“, sagt er, „hinterlasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch“. Das ist es, was wir beim Propheten lesen: „Friede über Friede“; den Frieden hinterläßt er uns, da er zu scheiden im Begriffe stand; seinen Frieden wird er uns geben, wenn er am Ende kommen wird. Den Frieden hinterläßt er uns in dieser Welt, seinen Frieden wird er uns geben in der zukünftigen Welt. Seinen Frieden hinterläßt er uns, und wenn wir in ihm bleiben, besiegen wir den Feind; seinen Frieden wird er uns geben, wenn wir ohne Feind herrschen werden. Den Frieden hinterläßt er uns, damit wir auch hier einander lieben; seinen Frieden wird er uns geben, wenn wir niemals uneins werden können. Den Frieden hinterläßt er uns, damit wir uns nicht gegenseitig über unsere in der Verborgenheit liegenden Dinge richten, solange wir in dieser Welt sind; seinen Frieden wird er uns geben, wenn er die Gedanken des Herzens offenbaren, und dann jedem sein Lob von Gott werden wird. In ihm jedoch und von ihm haben wir den Frieden, sei es jenen, den er beim Hingang zum Vater uns hinterläßt, sei es jenen, welchen er uns geben wird, da er uns zum Vater führen wird. Was aber hinterläßt er uns, da er von uns auffährt, außer sich selbst, da er sich von uns nicht entfernt? Denn er selbst ist unser Friede, der da aus beiden eins gemacht hat. Also er ist der Friede für uns, sowohl da wir glauben, daß er ist, und da wir ihn sehen, wie er ist. Denn wenn er, solange wir im verweslichen Leibe sind, der den Geist beschwert, (da wir ja im Glauben wandeln, nicht im Schauen) die fern von ihm Pilgernden nicht verläßt, um wieviel mehr wird er, wenn wir zur Anschauung selbst gelangt sein werden, uns erfüllen durch sich?