Inhalt.
Von den Perlen vor den Schweinen, von dem falschen Propheten, von dem Hause, welches auf einem Felsen gebaut war.
„Gebet das Heilige nicht den Hunden, und werfet euere Perlen nicht den Schweinen vor,“ u. s. w. Nichts ist kostbarer und heiliger, als die Gebote und die Verheissungen Gottes, welche uns, wenn wir geheiliget sind, den Schatz der Unsterblichkeit verleihen. Die Geheimnisse und den Gehalt derselben dürfen wir also weder unter den Heiden ausbreiten, noch mit den Häretikern theilen. Denn Hunde wurden die Heiden wegen der Wuth genannt, mit welcher sie gegen Gott bellen. Den Namen Schweine aber haben die Häretiker, weil sie, obwohl ihre Klauen in zwei Theile gespalten sind, doch die erhaltene Erkenntniß Gottes nicht durch Wiederkäuen vertheilen. Wir dürfen also nicht die Körperannahme des Wortes Gottes, das Geheimniß des Leidens, und die Kraft der Auferstehung verworren behandeln; wir dürfen sie nicht ohne Kenntniß und Sorgfalt vortragen, damit sie nicht unsere Unwissenheit, wenn die Unterweisung sich nicht auf vollkommene Wissenschaft gründet, hinwerfen und zertreten, und in Gott die Schwäche des Leidens verlachen; und damit sie nicht, sich gegen uns wendend, durch die Stacheln der Einwürfe unsere Unkunde und unsern Glauben zerreissen. 102