„Viele werden an jenem Tage zu mir sagen: Herr! Herr! Haben wir denn nicht in deinem Namen geweissaget?“ u. s. w. Auch hier verwirft er den Betrug der falschen Propheten und die Verstellungen der Heuchler, welche aus der Bedeutung des Wortes, und in der Weissagung der Lehre, in der Vertreibung der bösen Geister, und dergleichen Wunderwerken für sich Ehre suchen, und darum sich das Himmelreich versprechen; als wenn etwas von dem ihnen eigen wäre, was sie sagen oder thun, und nicht Alles die angerufene Macht Gottes vollbrächte, da doch die Kenntniß der Lehre durch das Lesen herbeigeführt, und die Flucht der bösen Geister durch den Namen Christi bewirkt wird. Durch unser eigenes Verdienst müssen wir uns also jene ewige Seligkeit erwerben, und aus eigener Kraft müssen wir etwas leisten, so daß wir das Gute wollen, alles Böse vermeiden, und mit ganzem Herzen den himmlischen Vorschriften gehorchen, und daß wir durch solche Werke Gott bekannt sind, und vielmehr das thun, was er will, als uns mit dem rühmen, was er vermag; denn er verschmäht und weiset zurück diejenigen, welche sich durch böse Werke von seiner Erkenntniß abgewendet haben.