In Hinsicht auf das aber, was wir nicht wissen werden, wird uns der Weg zur Erlangung der Wahrheit eröffnet; und die Gelangung zu derselben beruht nur auf anhaltendem Gebete. Damit wir also Alles einsehen und glauben, und nicht in der Ungewißheit einer zweifelhaften Gesinnung schwanken, müssen wir bitten, müssen wir suchen, müssen wir anklopfen; durch das Bitten werden wir Barmherzigkeit, durch das Suchen Vervollkommnung, und durch das Versuchen Zutritt finden. Ja wir werden sogar zur Hoffnung der Erlangung durch das Beispiel des menschlichen Gefühles ermuntert. Denn da schon wir den Kindern, wenn sie um einen Fisch oder um ein Brod bitten, nicht eine Schlange oder einen Stein geben werden; um wie viel mehr wird uns, wenn wir bitten, der beßte und vortrefflichste Vater, Gott, die Gaben des vollkommenen Glaubens gewähren? Er wird uns wohl nicht anstatt der Speise des Lebens einen Stein von heidnischer Härte, oder anstatt der Erhaltung der Taufe eine Schlange mit Ketzergift darbieten. Hierauf vollendete er Alles, Alle durch den Frieden der gegenseitigen Liebe verbindend, durch die Aufstellung des Vorbildes der Güte, indem er die Gebote des Gesetzes und der Propheten darein setzte, daß, wenn wir die Güte Aller gegen uns wünschen, wir selbst gegen alle gütig seyn sollen.