Als nämlich die Juden zu ihm gesagt hatten: „Sagen wir nicht mit Recht, daß Du ein Samaritaner bist, und daß Du einen Teufel hast?“ da verneinte er von diesen beiden ihm vorgeworfenen Dingen das eine, während er das andere nicht verneinte. Denn er antwortete und sprach: „Ich habe keinen Teufel“. Er sagte nicht: Ich bin kein Samaritaner, und doch war ihm beides vorgeworfen worden. Obwohl er Schmähung nicht mit Schmähung erwiderte, obwohl er Schimpfrede nicht mit Schimpfrede zurückwies, so kam es ihm doch zu, das eine zu verneinen, das andere nicht zu verneinen. Nicht ohne Grund, Brüder. Denn Samaritaner heißt soviel als Wächter. Er war sich bewußt, unser Wächter zu sein. 633 Denn „nicht schläft noch schlummert, der da Israel bewacht“. Und „wenn der Herr die Stadt nicht bewacht, dann wachen vergebens die Wächter“. Es ist also der unser Wächter, der unser Schöpfer ist. Lag ihm etwa daran, daß wir* erlöst* würden, und sollte ihm nichts daran liegen, daß wir* bewahrt* würden? Damit ihr schließlich das Geheimnis noch vollständiger erfasset, warum er es nicht ablehnen durfte, ein Samaritaner zu sein, so denket an jenes so bekannte Gleichnis, wo ein Mensch von Jerusalem nach Jericho hinabging und unter die Räuber fiel, die ihn schwer verwundeten und halbtot am Wege liegen ließen. Es ging ein Priester vorbei und achtete nicht auf ihn; es kam ein Levit dazu, auch er ging seines Weges weiter; es kam ein Samaritaner daher ― der ist unser Wächter ― dieser näherte sich dem Verwundeten, tat an ihm Barmherzigkeit und erwies sich dem als Nächsten, den er nicht als einen Fremden ansah. Nur darauf also antwortete er, daß er keinen Teufel habe, nicht aber, daß er kein Samaritaner sei.