749 Diese Lobpreisungen widmete ihm das Volk: „Hosanna, gesegnet sei, der da kommt im Namen des Herrn, der König Israels!“ Was für eine Pein mochte wohl da der Neid der jüdischen Hohenpriester in ihrer Seele erregen, da eine so große Menge Christus als ihren König ausrief? Aber was war es für den Herrn, der König Israels zu sein? Was war es Großes für den König der Ewigkeit, König der Menschen zu werden? Denn Christus ist nicht ein König Israels, um Tribut zu fordern oder ein Heer mit dem Schwerte zu bewaffnen und die Feinde in sichtbarer Weise niederzukämpfen, sondern er ist ein König Israels, weil er die Geister regiert, weil er für die Ewigkeit besorgt ist, weil er diejenigen, die glauben, hoffen und lieben, in das Himmelreich führt. Daß also der dem Vater gleiche Sohn, das Wort, durch welches alles geworden ist, der König Israels sein wollte, ist eine Herablassung, keine Erhöhung, ein Zeichen erbarmender Liebe, keine Vermehrung der Macht. Denn der auf Erden König der Juden genannt wurde, ist im Himmel der König der Engel.