751 „Es waren aber einige Heiden unter denen, die hinaufgekommen waren, um am Feste anzubeten. Diese nun gingen zu Philippus, der von Bethsaida in Galiläa war, und baten ihn, sprechend: Herr, wir wollen Jesus sehen. Philippus kommt und sagt es dem Andreas. Andreas hinwieder und Philippus sagen es Jesus.“ Hören wir, was Jesus darauf erwiderte. Siehe, die Juden wollen ihn töten, die Heiden sehen; aber auch jene waren aus den Juden, welche riefen: „Gepriesen sei, der da kommt im Namen des Herrn, der König Israels!“ Siehe, wie jene aus der Beschneidung, jene aus der Vorhaut gleichsam wie zwei Wände von verschiedenen Seiten kommen und in dem* einen* Glauben Christi im Kusse des Friedens sich vereinigen; hören wir nun die Stimme des Ecksteins! „Jesus aber“, heißt es, „antwortete ihnen und sprach: Es kommt die Stunde, daß der Menschensohn verherrlicht wird.“ Hier möchte vielleicht einer meinen, er habe deshalb von seiner Verherrlichung gesprochen, weil die Heiden ihn sehen wollten. So ist es nicht. Vielmehr sah er, daß die Heiden nach seinem Leiden und seiner Auferstehung unter allen Völkern glauben würden, weil, wie der Apostel sagt: „Verblendung zum Teil in Israel eintrat, bis die Vollzahl der Heiden einginge“. Aus Anlaß jenes Vorganges mit den Heiden also redet er von der künftigen Vollzahl der Heiden und verheißt, daß die Stunde seiner Verherrlichung unmittelbar bevorstehe, nach deren Eintritt im Himmel die Heiden gläubig werden sollten. Darum ward vorhergesagt: „Erhebe Dich, o Gott, über die Himmel, und über die ganze Erde Deine Herrlichkeit“. Das ist die Vollzahl der Heiden, von welcher der Apostel sagt: „Verblendung trat zum Teil in Israel ein, bis die Vollzahl der Heiden einginge“.