385 Diese Rede hielt Gregor von Nyssa bald nach seiner Wahl in den Mittelpunkt der Orthodoxie für den Pontus auf dem allgemeinen Concil zu Konstantinopel 381. (Vgl. I. B. S. 14 dieser Uebersetzung.) In dieser Stellung hatte er die Aufgabe, die orthodoxe Lehre gegen die Häresie, namentlich gegen die Pneumatomachen und Arianer zu vertheidigen. Darum spricht er in gegenwärtiger Rede auch vorzugsweise gegen diese Häretiker und beschwert sich, daß das Wort des Glaubens nicht mehr jene Wirksamkeit entfalte, wie zur Zeit der Apostel die Rede des heiligen Petrus, obschon auch jetzt noch durch die Gnade Gottes Wunder gewirkt würden. Wiewohl er zugesteht, daß Erfolge errungen worden seien, so hindert ihn das doch nicht, zu trauern wegen Dessen, was noch mangelt.
§ 1
386 Es hat im Dienste der geistigen Bewirthung auch uns die Reihe getroffen, obschon wir mehr geeignet sind, an Anderen Theil zu nehmen, als uns Anderen darzubieten. Ich wenigstens wünschte von solchen Abgaben wegen der Armuth der Rede in Folge eines gewissen Gesetzes bei gemeinsamen Gelagen ganz befreit zu sein. Denn ich höre, daß Menschen von etwas vornehmer Lebensweise, wenn sie der Reihe nach zu einem gemeinsamen Gastmahle die Speisen liefern und unter den Gästen sich ein Armer befindet, diesen ohne Leistung des gemeinsamen Beitrages an dem Mahle Theil nehmen lassen. So möchte auch ich von der Nahrung der Reichen mein Mahl nehmen. Da jedoch dieser treffliche und reiche Bewirther auch uns nicht schont und uns den Dienst aufträgt, so will ich zu ihm sagen: „Freund, leihe mir von deinen Broden!“ Brod nenne ich aber den Beistand durch das Gebet. Denn wie kann ich eueren durch diesen geistigen Honigseim verwöhnten Ohren mit einer dürftigen und armseligen Rede nahen? Vielleicht wäre es gut, daß wie bei den gymnastischen Kämpfen, ― denn nur die Kräftigen betreten bei diesen den Kampfplatz, die Übrigen aber sind Zuschauer bei den Kämpfen, ― so auch für diesen geistigen Kampfplatz nur Die, welche von der Kraft der Heiligen übersprudeln, sich gegen die Kämpfer rüsten, wenn es aber Einen gibt wie ich, mit grauem Haare, dessen Kraft durch das Alter geschwächt ist, dessen Rede zu zittern und zu stocken beginnt, daß man Diesen an dem Schweiße der Kämpfer sich erfreuen lasse. Wir wollen nun, Brüder, euch mit dem Eingang nicht lange hinhalten. Ihr seid noch von Bewunderung für die Vorredner gefesselt. Ihr seid bereits gesättigt, bereits reich geworden. Die Sättigung kommt von Süßigkeiten, und mit diesen hat euch die vorhergehende Rede genährt. Vielleicht möchte man nun eine überflüssige Sättigung auf die Sättigung häufen nach den goldenen 387 Worten, wie wenn man mit bleiernen Gewichten das Gedächtniß beschwerte. Doch es trägt oft zur Erhöhung der Schönheit die Mischung des schlechteren Stoffes mit dem besseren bei. Der Beweis liegt nahe. Du siehst diese Decke über deinem Haupte. Wie schön sie anzusehen ist! Wie schön an den Schnitzwerken das Gold schimmert. Diese hat eine ganz goldene Fläche, es sind aber an vielen Ecken gewisse Kreislinien mit blauer Farbe eingezeichnet und eingravirt. Was beabsichtigt nun der Künstler mit der blauen Farbe? Ich glaube, daß das Gold, wenn es neben dem Stoffe, welcher Abwechslung in die Farbe bringt, geschaut wird, um so glänzender leuchte. Wenn nun die unter das Gold gemischte blaue Farbe demselben einen schöneren Glanz bereitet, so ist es vielleicht nicht ungeeignet, daß neben dem Glanze der bereits vorgetragenen Reden auch unsere schwarze Farbe eingetragen werde.
§ 2
Noch sprechen wir zu euch mit redefertiger Zunge einleitende Worte. Doch vernehmet! Ich höre, daß der große Moses, als er den Israeliten das Zelt bauen ließ, und jener Bezeleel, der die Kenntniß der Baukunst ohne Lehrer durch den „göttlichen Geist“ sich angeeignet hatte, zugleich die Freigebigkeit der* Reichen* und* Armen* in Anspruch nahmen, indem sie von den Reichen Gold, Purpur und Edelsteine nahmen, von den Armen aber Holz, Häute und Ziegenhaare nicht verschmähten. Aber vielleicht ist die Erinnerung an die geschichtliche Thatsache gut angebracht, denn ich will den Gedanken, der mir in den Sinn gekommen ist, auch öffentlich aussprechen. Bezeleel wurde durch den „göttlichen Geist“ aus einem Ungelehrten ein Weiser, denn so sagt die Geschichte. Das höre also der Pneumatomach! Beschimpft Der, welcher göttlich den heiligen Geist nennt, der durch sein Herabsteigen die Gnade der Weisheit wie 388 eine Fußspur in der Seele zurückläßt, durch das Wort „göttlich“ die Würde des Geistes? Oder will er, daß man etwas Geringes und Niedriges über ihn denke? Was von den* geschaffenen* Dingen wird mit* diesem* Namen bezeichnet? Glaubt er, daß zum Geiste die Gottheit später hinzu gekommen sei? Stellt er sich eine Zweifachheit und Zusammensetzung im Einfachen und Zusammensetzungslosen vor? Vielleicht läßt er sich zu solchen Annahmen nicht herbei, sondern gibt zu, daß der Geist, welcher göttlich ist, von Natur so sei und genannt werde. Siehst du, wie die Wahrheit sich dir von selbst offenbart? Viele göttliche Naturen kann nämlich die Lehre der Christen nicht annehmen, da man sonst nothwendig auch viele Götter erdichten müßte. Denn man kann sich nicht viele Götter vorstellen, ohne daß der Unterschied in der Natur die Menge der Götter ankündigt. Wenn nun von Allen geglaubt wird, daß die göttliche Natur nur eine sei, der heilige Geist aber von Natur göttlich ist, warum trennst du in der Rede, was in der Natur verbunden ist?
Aber wer wird mir die Kraft jener Rede verleihen, deren Ende die Rettung der Zuhörer war? Eine einzige Ansprache hielt Petrus an die Bewohner Jerusalems, und so viele Tausende von Menschen wurden vom Fischer mit dem Netz der Rede umgarnt und gefangen. Eine so große Zahl solcher Reden wird von den Lehrern bei uns angewendet. Was ist uns für eine Zunahme an Geretteten geworden? „Was hinschwindet, schwindet hin,“ sagt ein Prophet, „was stirbt, stirbt, und was sich verirrt hat, kehrt nicht zurück.“ Gelöst ist das Band der Liebe, geraubt aus unsern Schatzkammern der Friede. O Unglück! Denn ich lasse mich fortreissen, über unser Leiden in Seufzer auszubrechen. Unser Eigenthum war Liebe. Von den Vätern 389 besaßen wir einst dieses Erbe, das der Herr durch seine Jünger uns hinterlegt hatte mit den Worten: „Ein neues Gebot gebe ich euch, daß ihr einander liebet.“ Diese Erbschaft aber haben die Späteren nach einander vom Vater überkommen und bis zu unsern Vätern erhalten. Das gegenwärtige verschwenderische Geschlecht aber hat sie nicht bewahrt. Wie ist der Reichthum der Lehre unsern Händen entschlüpft und verloren gegangen? Wir sind arm an Liebe, und Andere brüsten sich mit unsern Gütern. „Ich war eifersüchtig auf die Frevler,“ so spricht der Psalmist. Ich will aber mit einer kleinen Abweichung die Worte so lesen: „Ich war eifersüchtig auf die Frevler, ich war eifersüchtig, da ich den Frieden der Sünder sah.“ Jene vereinigen sich mit einander, und wir scheiden uns von einander. Jene vereinigen sich zu einer geschlossenen Reihe, und wir lösen unsere Vereinigung auf. Unser Eigenthum stahl der Plünderer unserer Seelen, brachte es den Feinden der Wahrheit und warf es ihnen zu, nicht um diesen eine Wohlthat zu erweisen, das möge Niemand glauben. Denn der Erfinder des Bösen kann kein Wohlthäter sein. Vielmehr war seine Absicht, sie durch die Übereinstimmung im Schlechten schlechter zu machen.
„Doch was geht es mich an, die draussen sind, zu richten?“ sagt Jener. Und wie werde ich ohne Thränen die Entfremdung meiner Brüder ertragen? Wie ist dieser junge Bruder mit Hinterlassung des väterlichen Vermögens fortgezogen? Jener andere aber, von dem im Evangelium die Rede ist, wie ist er, wenn er auch durch die grauen Haare am Leibe die Jugend der Seele verbirgt, dem Glauben entlaufen und in ein fernes Land gezogen? Wie, ist nicht 390 auch er fortgezogen und hat das Vermögen des Vaters in zwei Hälften getheilt, indem er die hohen Lehren zu den niedrigen Gedanken der Schweine herabzog und seinen Reichthum mit den Huren der Häresie verpraßte? Denn eine Hure ist die Häresie, die durch die geliebten Wollüste anlockt. Wenn er nun einmal wieder wie Jener in sich ginge, wenn er nun wieder Verlangen trüge nach der väterlichen Nahrung, wenn er nun wieder schnell zum reichen Tische zurückkehrte, an dem es viel tägliches Brod gibt, das die Diener des Herrn nährt, ― im Dienste Gottes stehen aber alle Die, welche in der Hoffnung der Verheissung den Weinberg Gottes bearbeiten, ― wie würde ihm entgegengelaufen werden, nicht von einem einzigen Vater, sondern von so vielen Vätern, die ihm entgegenkommen, ihn umarmen, ihn küssen würden? Es würde ihm das erste Kleid des Glaubens gebracht werden, das die dreihundertachtzehn Seelen in schöner Arbeit für die Kirche gewebt haben. Da würde man an der Hand den Fingerring sehen, an dem das Siegel des Glaubens ausgeprägt ist, die Tänze, das Kalb, die Musik, alles Übrige, was im Evangelium aufgezählt ist, ausgenommen die Eifersucht des Bruders.
§ 3
Doch was geben wir uns eitlen Träumen hin? Verhärtet sind die Herzen der Brüder, und sie lassen sich nicht gewinnen. Sie berufen sich auf die gemeinsamen Väter und nehmen die von ihnen kommende Erbschaft nicht an, sie machen auf die gemeinsame adelige Abkunft Anspruch und wollen von der Verwandtschaft mit uns Nichts wissen, sie liegen im Kampf mit unsern Feinden und leben in Feindschaft mit uns, als ob sie eine Grenze zwischen uns und 391 den Feinden bildeten. Sie sind Beides und Nichts von Beidem. Sie huldigen nicht der richtigen Ansicht und wollen doch nicht Häretiker heissen. Wie sonderbar! Sowohl der Wahrheit als auch der Lüge haben sie in gleicher Weise den Krieg erklärt und neigen wie ein Baum ohne Wurzel bei entgegengesetztem Andrang mit Leichtigkeit dahin und dorthin. Ich vernahm, daß der Evangelist Johannes in der geheimen Offenbarung zu Solchen in Gleichnissen sagt, daß man nothwendig im Geiste ganz feurig sein, in der Sünde aber kalt sein müsse. „Wärest du doch“, sagt er, „kalt oder warm!“ Was aber Nichts von Beidem ist, Beidem aber nahe kommt, ist lau und reizt zum Erbrechen. Was trägt nun die Schuld, daß einst zur Zeit der Jünger durch den Herrn viel Volk für die Kirche gewonnen wurde, jetzt aber die langen und überaus schönen Reden der Lehrer fruchtlos im Sande verlaufen? Vielleicht wird man sagen, daß damals den Aposteln die Bewunderung der Thaten zu Hilfe kam, und daß das Wort durch die Gnadengaben seine Beglaubigung fand. Auch ich glaube, daß die Kraft der Werke viel zur Überredung beitrage; was soll man nun aber von den gegenwärtigen Vorfällen halten? Siehst du nicht die ähnlichen Wunder des Glaubens? Denn ich erachte die Thaten unserer Mitknechte für die eigenen. Sie stehen mit dem nämlichen Geiste in Verbindung in der Kraft der Heilungen. Zeugniß geben für die Wahrheit des Wortes Männer, die aus der Fremde gekommen sind, Landsleute unseres Vaters Abraham, die Mesopotamien verlassen haben, die gleichfalls auszogen aus ihrem Lande und ihrer 392 Verwandtschaft und aus der ganzen Welt und ihren Blick nach dem Himmel richteten. Indem sie in gewisser Weise sich aus dem menschlichen Leben verbannten, sich über die natürlichen Leidenschaften erhoben, mit dem gegenwärtigen Leben nur so weit in Verkehr blieben, als sie dazu gezwungen waren, verkehren sie zum größeren Theile mit den unkörperlichen Mächten in der Höhe, Greise in der äusseren Gestalt, ehrwürdig von Aussehen mit blendend weissen Haaren, den Mund zum Schweigen geschlossen. Unbekannt mit Wortgezänke, ohne Kenntniß der Disputirkunst, haben sie eine so große Macht gegen die Geister, daß sie durch den bloßen Willen Wunder wirken, und daß die Dämonen zum Weichen gebracht werden, nicht durch die Kunst logischer Schlüsse, sondern durch die Kraft des Glaubens, nicht dahin gebracht, daß sie nicht widersprechen können, sondern in die äusserste Finsterniß hinausgeworfen. So pflegt der* Christ* Schlüsse zu machen. Das sind* unsere* Glaubensthaten. Warum überzeugen wir also nicht, wenn die Gnade der Heilungen sich mehrt, wenn die Lehre des Wortes an Umfang gewinnt? Alles Das wirkt ein und derselbe Geist, „der jedem Einzelnen zutheilt, wie er will.“ Warum nimmt die Zahl der Geretteten nicht zu?
Niemand lasse sich jedoch in den Sinn kommen, die gegenwärtige Gnade für gering zu halten. Ich sehe den Weinstock üppig prangen mit üppigen Reben und reichlicher Frucht; ich sehe das Land, wie es wogt von der Menge der Ähren. Groß ist das Erntefeld, üppig die Garbe, reichlich die Saat. Doch was soll aus mir werden? Unersättlich ist meine Natur in diesen Dingen, und ich habe mit der Leidenschaft der Habsüchtigen zu kämpfen. Kein Überfluß setzt meiner Begierde ein Ziel. Es erfreut mich, was ich sehe. Ergötzen bereitet mir, was sich mir darbietet, 393 Schmerz, was ich vermisse. In einem seltsamen Zustand, in einer Mischung von Gegensätzen bestehend, befindet sich meine Seele, Lust ist in ihr mit Schmerz vermengt. Schaue ich zu euch empor, so stille ich an euch meine Sehnsucht; denke ich aber an Das, was mangelt, so kann ich über das Mißgeschick nicht genug seufzen. Denn die Menschen verzichten auf die Lust im Herrn und auf die Freude über den Frieden der Kirche. Sie klügeln gewisse Substanzen aus und messen Quantitäten, indem sie den Sohn neben dem Vater messen und mehr als das Maß dem Vater zutheilen. Man kann ihnen sagen: Das Quantitätlose wird nicht gemessen, das Unsichtbare nicht geprüft, das Unkörperliche nicht gewogen, das Unbegrenzte nicht verglichen; was nicht begriffen wird, kennt kein Mehr und Weniger. Denn aus der gegenseitigen Zusammenstellung der Dinge erkennen wir das Mehr. Was aber kein erfaßbares Ende hat, an dem läßt sich auch kein Mehr vorstellen. Ich hörte einen Psalmvers, den wir, als wir eintraten, gemeinsam sangen: „Groß ist der Herr und groß seine Kraft, und seiner Weisheit ist kein Maß.“ Was ist nun Das? Messe die ausgesprochenen Worte, und du erkennst das Geheimniß. Groß ist der Herr. Er sagte nicht, wie viel die Größe beträgt. Denn es war auch nicht möglich, die Größe auszusprechen. Vielmehr lenkt er durch das Unbestimmte der Bezeichnung die Gedanken auf das Unermeßliche. In ähnlicher Weise sagt er: Groß ist seine Kraft. Hörst du von der Kraft so verstehe darunter die Macht! Christus aber ist Gottes Macht und Gottes Weisheit: „Und seiner Weisheit ist kein Maß.“ Den Sinn erklärt Isaias deutlich mit den Worten: „Der Geist der Weisheit und des 394 Verstandes.“ Ich hörte in den Seligpreisungen Die selig preisen, welche nach dem Herrn dürsten. Vielleicht ist nun meine folgende Erwägung nicht am unrechten Orte angebracht. Vernehmt daher meine Worte, wenn sie auch mit unserm Gegenstand keinen Zusammenhang zu haben scheinen. Wenn Jemand zur Mittagszeit reist, da die Sonne mit heissen Strahlen auf sein Haupt herabsengt und alle Feuchtigkeit im Leibe mit ihrem Feuer austrocknet, ― mit seiner Fußbekleidung aber habe er einen rauhen, schwierigen ausgebrannten Boden zu betreten, ― und wenn nun so Einer eine Quelle fände, deren Wasser schön und klar wäre und sanft abkühlte und reichlich hervorsprudelte, wird er sich am Wasser niedersetzen und über dessen Natur Betrachtung anstellen, indem er das Woher und Wie und Wodurch und Ähnliches erforscht, was die eitlen Schwätzer zu erörtern pflegen, daß eine gewisse Feuchtigkeit, die in die Tiefe der Erde eingesogen worden ist und durchdringt und zusammengedrückt wird, sich zu Wasser gestaltet, oder daß Adern, die in unterirdischen Höhlungen sich ergossen haben, wenn sie sich wieder öffnen, das Wasser hervorströmen, oder wird er Das alles ruhen lassen, sich zum Wasser niederbeugen, es mit den Lippen berühren, den Durst löschen, die Zunge abkühlen, seine Sehnsucht befriedigen und Dem Dank sagen, welcher ihm die Wohlthat gespendet hat? Ahme also auch du den Durstigen nach! Sage, es sei gesagt, wie es gesagt ist: „Selig sind, die dürsten,“ und weißt du, welche und wie viele Güter vom heiligen Geist ausströmen, so befolge die Worte des Propheten: „Öffne deinen Mund und ziehe den Geist an dich, thue weit auf deinen Mund und fülle ihn an!“ da du die Macht der Gnadengaben hast.
Willst du wissen, wie viele Güter aus der Quelle des 395 Geistes hervorströmen: Unsterblichkeit der Seele, Ewigkeit des Lebens, das Himmelreich, unaufhörliches Ergötzen, unendliche Freude. Wenn ich nämlich auf Das schaue was mir zu Gebote steht, so achte ich für einen geringen Verlust, was mir mangelt. Angefüllt ist mir mit Gütern das Haus. Voll sind mir die Schatzkammern von dem Golde Arabiens. Es werden wohl bald auch Gesandte aus Ägypten kommen und werden mit ihrer Hand Gott zuvorkommen, und die Reiche der Erde werden mit uns den Siegesgesang Dem singen, welcher Alle zu seinem Reiche beruft, dem der Ruhm und die Macht sei von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.Dritte Abtheilung: Lob- und Trauerreden I. Rede auf seinen Bruder, den großen Basilius.