Schon hat nun vielleicht einer von uns betreffs der Auferstehung gesagt: Siehe, wir sind auferstanden; wer Christus hört, wer glaubt, der geht auch vom Tode zum Leben über und wird nicht ins Gericht kommen; es kommt die Stunde, und sie ist schon, daß, wer die Stimme des Sohnes Gottes hört, lebe; er war tot, er hat gehört, siehe, er steht auf: was ist dann das, was man die zukünftige Auferstehung heißt? Schone dich, eile dem Ausspruch nicht voraus, damit du nicht hinter ihm dreinkommst. Es ist dies zwar die Auferstehung, die jetzt geschieht: tot waren die Ungläubigen, tot waren die Ungerechten; es leben die Gerechten, sie gehen vom Tode des Unglaubens hinüber zum Leben des Glaubens; aber schließe daraus nicht, es gebe keine zukünftige Auferstehung des Leibes, glaube vielmehr, es gibt eine zukünftige Auferstehung des Leibes. Höre nämlich, was nach der Erwähnung jener Auferstehung folgt, die durch den Glauben geschieht, damit niemand meine, dies sei die einzige Auferstehung, und so in die Verzweiflung und den Irrtum jener Menschen gerate, welche den Sinn anderer verkehrten, „behauptend, die Auferstehung sei bereits geschehen“, von denen der Apostel sagt: „Und sie verkehrten den Glauben mancher“. Ich meine nämlich, daß sie so zu ihnen redeten: Siehe, der Herr sagt an einer Stelle: „Und wer an mich glaubt, ist vom Tode zum Leben hinübergegangen“; diese Auferstehung hat 386 schon stattgefunden an den gläubigen Menschen, die ungläubig gewesen waren. Wie kann man da von einer anderen Auferstehung reden? Dank sei dem Herrn, unserm Gott; er stützt die Wankenden, leitet die Unentschlossenen, flößt den Zweifelnden Mut ein. Höre das Folgende, denn du hast keinen Grund, dir ein Dunkel des Todes vorzumachen. Wenn du gläubig geworden bist, so glaube das Ganze. Welches Ganze, sagst du, soll ich glauben? Höre, was er sagt: „Wundert euch nicht darüber“, daß er dem Sohne die Macht gegeben hat, Gericht zu halten. Am Ende, behaupte ich, will er sagen. Wie „am Ende“? „Wundert euch nicht darüber, es kommt die Stunde.“ Hier sagte er nicht: „Und sie ist jetzt“. Bei der Auferstehung, die durch den Glauben geschieht, was sagt er da? „Es kommt die Stunde, und sie ist jetzt.“ Bei der Auferstehung der toten Leiber, die er als eine zukünftige verkündet, sagte er: „Es kommt die Stunde“; er sagte nicht: „Sie ist jetzt“, weil sie erst am Ende der Welt kommen wird.