„Jesus kam nun, wiederum in sich selbst erschauernd, zum Grabe.“ Er möge auch in dir erschauern, wenn du vorhast, wieder aufzuleben. Jedem Menschen, der von einer bösen Gewohnheit niedergedrückt ist, wird gesagt: „Er kam zum Grabe. Dies war aber eine Höhle, und darüber war ein Stein gelegt“. Der Tote unter dem Steine ist der Sünder unter dem Gesetze. Ihr wißt ja, daß das den Juden gegebene Gesetz auf Stein geschrieben war. Alle Sünder aber sind* unter* dem Gesetze, die Gerechten aber sind* mit* dem Gesetze. 730 Für den Gerechten ist kein Gesetz gegeben. Was heißt nun: „Entfernet den Stein“? Prediget die Gnade! Nennt sich doch der Apostel Paulus einen Diener des Neuen Testamentes, nicht des Buchstabens, sondern des Geistes; denn sagt er: „Der Buchstabe tötet, der Geist macht lebendig“. Der Buchstabe, der tötet, ist gleichsam ein Stein, der drückt. „Entfernet“, sagt er, „den Stein.“ Entfernet die Last des Gesetzes, prediget die Gnade. „Denn wenn ein Gesetz gegeben wäre, das lebendig machen könnte, so käme wirklich die Gerechtigkeit aus dem Gesetze. Aber die Schrift hat alles unter der Sünde beschlossen, damit die Verheißung durch den Glauben Jesu Christi zuteil würde denen, welche glauben“. Also „entfernet den Stein!“