Athanasius von Alexandrien · Epistula ad Marcellinum · Kapitel 16
Wenn Du aber die Gnade des Heilandes überall ausgebreitet, das Menschengeschlecht gerettet siehst und zu dem Herrn rufen willst, so singe den achten. Und willst Du ferner aus Dankbarkeit gegen den Herrn ein Kelterlied singen, so hast Du wieder den achten und den achtzigsten. Wegen der Vernichtung des Feindes und Errettung des Geschöpfes erhebe Dich nicht selbst, sondern indem Du auf den Sohn Gottes siehst, der Dieß vollbracht hat, trage den genannten neunten Psalm vor. Und wenn Jemand Dich in Verwirrung bringen und erschrecken will, so setze Du Dein Vertrauen auf den Herrn und singe den zehnten. Wenn Du aber den Stolz vieler Menschen und die zunehmende Verkehrtheit siehst, so daß nichts Heiliges unter den Menschen geschieht, so nimm Du Deine Zuflucht zum Herrn und trage den elften vor. Dauert aber die Verfolgung durch die Feinde länger an, so werde nicht kleinmüthig, als hätte Dich der Herr vergessen, sondern rufe den Herrn an und singe den sechsundzwanzigsten, hörst Du Jemanden gegen die Vorsehung lästern, so nimm keinen Antheil an seiner Gottlossigkeit, sondern wende Dich zu Gott und trage den dreizehnten und den zweiundfünfzigsten vor. Und willst Du ferner erfahren, wie beschaffen der Bürger des Himmelreiches ist, so singe den vierzehnten.