Athanasius von Alexandrien · Epistula ad Marcellinum · Kapitel 18
Siehst Du, daß Du wegen des Glaubens an Christus von allen Freunden und Verwandten gehaßt und verfolgt wirst, so werde wegen dieser Wahrnehmung nicht kleinmüthig und laß den Muth nicht sinken, wenn Deine Bekannten sich von Dir abwenden. Vielmehr erbebe Dich darüber und schaue in die Zukunft und sing den dreissigsten. Siehst Du aber, die getauft und von der hinfälligen Geburt erlöst sind, und bewunderst Du die Menschenfreundlichkeit Gottes, so sing auf dieselben den einunddreissigsten. Und willst Du mit Vielen singen, so sammle die gerechten Männer von rechtschaffenem Lebenswandel und singe den zweiunddreissigsten. Bist Du unter die Feinde gerathen und ihnen schlau entgangen und ihrer Verfolgung ausgewichen, so rufe, wenn Du danken willst, die sanftmüthigen Männer zusammen und singe mit ihnen den vierunddreissigsten. Und siehst Du den Wetteifer in der Bosheit bei den Übertretern des Gesetzes, so glaube nicht, daß die Bosheit in ihnen naturgemäß sei, wie die Häretiker sagen. Trage vielmehr den fünfunddreissigsten vor, und Du wirst sehen, daß sie selbst die Urheber der Sünde sind. Siehst Du die Bösen viel Gesetzwidriges vollbringen und gegen die Kleinen sich erheben, und willst Du Jemand ermahnen, es nicht mit ihnen zu halten und ihnen nicht nachzueifern, weil sie bald verschwinden, so trage für Dich und Andere den sechsunddreissigsten vor.