Athanasius von Alexandrien · Epistula ad Marcellinum · Kapitel 7
Da es aber ausgesprochen hat, daß er Mensch sein werde, so gibt er demgemäß auch zu erkennen, daß er im Fleische leidensfähig sei. Und da er die von den Juden bereitete Verfolgung vor Augen hat" singt es im 2. Psalme: „Warum haben die Heiden getobt und die Völker Eitles gedacht? Es erhoben sich die Könige der Erde, und die Fürsten versammelten sich an einem Orte gegen den Herrn und gegen seinen Gesalbten.“ Im 21, aber spricht er von der Beschaffenheit des Todes im Namen des Heilandes: „Du hast mich in den Staub des Todes geführt. Denn es haben mich viele Hunde umrungen, die Versammlung der Gottlosen hat mich umlagert. Sie haben meine Hände und meine Füße durchbohrt. Sie zählten alle meine Gebeine. Sie betrachteten mich und sahen mich an, sie theilten meine Kleider unter sich, und über mein Gewand warfen sie das Loos.“ Wenn er aber sagt: „Meine Hände und meine Füße werden durchbohrt.“ was bezeichnet er damit Anderes als das Kreuz? Indem es Dieß alles lehrt, fügt es hinzu, daß der Herr nicht seinetwegen, sondern unsertwegen das leidet, und es sagt wieder in seinem Namen im 87.: „Auf 340 mir liegt schwer Dein Grimm.“ im 68, aber: „Was ich nicht weggenommen hatte, erstattete ich damals.“ Denn er starb nicht, weil er schuldig war, sondern er litt für uns und trug den wegen der Übertretung auf uns lastenden Zorn an seiner Person, indem wir im 137, sagen: „Der Herr wird für mich erstatten,“„ und der Geist im 71, sagt: „Und er wird die Söhne der Armen retten und den Verleumder demüthigen: weil er den Armen errettet hat aus der Hand des Mächtigen, den Armen, der keinen Helfer hatte.“’