[Forts. v. 249 ] Denn höre noch, was folgt; vom Sohne hatte er gesagt: „Denn nicht nach dem Maße gibt Gott den Geist; der Vater liebt den Sohn und alles hat er in seine Hand gegeben“. Er fügte bei: „Alles hat er in seine Hand gegeben“, damit du auch hier erkennen solltest, mit welcher Unterscheidung gesagt ist: „Der Vater liebt den Sohn“. Warum nämlich? Liebt der Vater den Johannes nicht? Und doch hat er nicht alles in seine Hand gegeben. Liebt der Vater den Paulus nicht? Und doch hat er nicht alles in seine Hand gegeben. „Der Vater liebt den Sohn“, aber wie der Vater den Sohn, nicht wie der Herr den Knecht; wie den Eingeborenen, nicht wie den Adoptierten. Darum „hat er alles in seine Hand gegeben“. Was heißt: „alles“? Damit der Sohn ebenso groß dastehe wie der Vater. Denn nach Maßgabe der Gleichheit erzeugte er sich ihn, damit es für ihn kein Raub wäre, in der Gestalt Gottes Gott gleich zu sein. „Der Vater liebt den Sohn und hat alles in seine Hand gegeben.“ Da er nun sich würdigte, zu uns den Sohn zu senden, dürfen wir nicht meinen, es sei uns etwas Geringeres gesandt worden, als der Vater ist. Indem der Vater den Sohn sandte, sandte er sein zweites Ich.