Johannes fährt also fort und sagt: „Diese meine Freude ist nun erfüllt“. Welches ist seine Freude? Daß er sich freut über die Stimme des Bräutigams. Sie ist an mir erfüllt, ich habe meine Gnade, ich mache auf weiteres keinen Anspruch, damit ich nicht das verliere, was ich empfangen habe. Was ist das für eine Freude? „Er freut sich hoch wegen der Stimme des Bräutigams.“ Es erkenne also der Mensch, daß er sich nicht freuen soll über seine Weisheit, sondern über die Weisheit, die er von Gott empfangen hat. Er suche nichts darüber, und er verliert nicht, was er gefunden hat. Denn viele sind deshalb Toren geworden, weil sie sich für Weise hielten. Diese überführt der Apostel und erklärt von ihnen: „Was erkennbar ist von Gott, sagt er, ist ihnen offenbar; denn Gott hat es ihnen geoffenbart“. Höret, was er von gewissen Undankbaren und Gottlosen sagt: „Denn Gott hat es ihnen geoffenbart. Denn das Unsichtbare an ihm wird seit Erschaffung der Welt aus den Werken erkennbar angeschaut, auch 239 dessen ewige Macht und Gottheit, so daß sie unentschuldbar sind“. Warum „unentschuldbar“. „Weil sie, da sie doch Gott erkannten (er sagt nicht, daß sie ihn nicht erkannten), da sie Gott erkannten, ihn nicht wie Gott verehrten oder Dank sagten, sondern sie wurden eitel in ihren Gedanken und verfinstert ward ihr törichtes Herz; denn indem sie sich für weise hielten, sind sie Toren geworden“. Wenn sie nämlich Gott erkannten, dann erkannten sie zugleich, daß niemand anderer als Gott sie weise gemacht hatte. Sie hätten also nicht sich selbst zuschreiben sollen, was sie nicht von sich selbst hatten, sondern dem, von welchem sie es empfangen hatten. Indem sie aber nicht dankten, sind sie Toren geworden. Was also Gott umsonst verliehen hatte, das nahm er den Undankbaren wieder. Das wollte Johannes nicht sein, er wollte dankbar sein; er bekannte, es empfangen zu haben, und erklärte, er freue sich wegen der Stimme des Bräutigams und sprach: „Diese meine Freude ist nun erfüllt“.