Klar erscheint bereits und deutlich, was wir eben gehört haben. „Der von oben kommt, ist über alle.“ Siehe, was er von Christus sagt. Was sagt er von sich? „Der von der Erde ist, ist von der Erde und redet von der Erde.“ „Der von oben ist, ist über alle“ ―, das ist Christus. „Der aber von der Erde ist, ist von der Erde und redet von der Erde“ ―, das ist Johannes. Und ist das alles: Johannes ist von der Erde und redet von der Erde? Redet er das ganze Zeugnis, das er von Christus ablegt, von der Erde? Vernimmt man nicht die Stimme Gottes von Johannes, wo er von Christus Zeugnis gibt? Wie also redet er von der Erde? Aber er sagte das vom Menschen. Was den Menschen betrifft, so ist er von der Erde und redet von der Erde; wenn er aber etwas Göttliches redet, ist er von Gott erleuchtet. Denn wenn er nicht erleuchtet worden wäre, so würde die Erde Erde reden. Also besonders ist die Gnade Gottes, besonders die Natur des Menschen. Frage nur die Natur des Menschen: er wird geboren und wächst heran, er lernt, was unter uns Menschen üblich ist. Was anderes weiß er als Erde von der Erde? Er redet Menschliches, er weiß Menschliches, er empfindet Menschliches; als fleischlich urteilt er fleischlich, denkt er fleischlich. Siehe, er ist ganz Mensch. Es komme die Gnade Gottes, sie erleuchte seine Finsternis, wie er sagt: „Du wirst meine Leuchte licht machen, o Herr; mein Gott erhelle meine Finsternis“; sie ergreife den menschlichen Geist, sie führe ihn zu seinem Lichte; schon beginnt er zu sagen, was der Apostel sagt: „Nicht ich aber, sondern die Gnade Gottes mit mir“, und: „Ich lebe, aber nicht mehr ich, sondern Christus lebt in mir“. Das heißt: „Er muß wachsen, ich aber abnehmen“. Also Johannes ist, was den Johannes betrifft, von der Erde und redet von der Erde; wenn du von Johannes etwas Göttliches 243 gehört hast, so stammt dies von dem, der erleuchtet, nicht von dem, der empfängt.