„Denn der Vater liebt den Sohn und zeigt ihm alles, was er tut.“ Auf das oben Gesagte: „als was er den Vater tun sieht“, scheint sich auch zu beziehen, daß „er ihm alles zeigt, was er tut“. Allein wenn der Vater zeigt, was er tut, und der Sohn nichts tun kann, wenn es der Vater nicht zeigt, und der Vater nichts zeigen kann, außer er hat es getan, so wird die Folge sein, daß der Vater nicht alles durch den Sohn tut; andrerseits, wenn wir fest und unerschütterlich festhalten, daß der Vater alles durch den Sohn tut, so zeigt er es dem Sohne, bevor er es selbst tut. Denn wenn der Vater es, nachdem er es getan hat, dem Sohne zeigt, damit der Sohn das Gezeigte tue, was, weil gezeigt, schon geschehen ist, so tut der Vater ohne Zweifel etwas ohne den Sohn. Aber der Vater tut nichts ohne den Sohn, weil der Sohn das Wort Gottes ist, und alles durch dasselbe 317 gemacht worden ist. Es bleibt darum vielleicht noch übrig, daß der Vater das, was er zu tun im Begriffe steht, als ein zu Verwirklichendes zeigt, damit es durch den Sohn getan werde. Denn wenn der Sohn das tut, was der Vater als bereits getan zeigt, so hat der Vater das, was er als bereits getan zeigt, ohne Zweifel nicht durch den Sohn getan. Denn es könnte dem Sohne nicht gezeigt werden, außer es ist schon gemacht, der Sohn könnte nur tun, was ihm gezeigt worden; also wäre es ohne den Sohn gemacht. Allein es ist wahr: „Alles ist durch ihn gemacht worden“; also ist es, bevor es gemacht wurde, gezeigt worden. Doch dies soll, wie wir gesagt haben, verschoben werden, damit davon wieder die Rede sei nach der Durchnahme des Lesestückes, wenn uns, wie bemerkt, noch einige Zeit oder Kraft zur nochmaligen Behandlung des Aufgeschobenen übrig bleibt.