„Wer mein Wort hört und dem glaubt, der mich gesandt hat, der hat das ewige Leben, und er kommt nicht ins Gericht, sondern ist hinübergegangen vom Tode zum Leben.“ Ihr erinnert euch, was wir oben gesagt haben, daß nämlich „wie der Vater Tote erweckt und lebendig macht, so auch der Sohn lebendig macht, welche er will“. Er beginnt bereits, sich zu erschließen und von der Auferstehung der Toten zu reden, und siehe, schon stehen Tote auf. „Denn wer mein Wort hört und dem glaubt, der mich gesandt hat, der hat das ewige Leben und wird nicht ins Gericht kommen.“ Erkenne an, daß er auferstanden ist. Sondern „er ist, sagt er, hinübergegangen vom Tode zum Leben“. Wer vom Tode zum Leben hinübergegangen ist, der ist doch wohl, wie niemand bezweifelt, auferstanden? Denn er würde nicht vom Tode zum Leben hinübergehen, wenn er vorher nicht im Tode, sondern im Leben gewesen wäre; wenn er aber hinübergegangen ist, wird er im Leben und nicht im Tode sein. „Er war“ also „tot und ist wieder lebendig geworden; er war verloren und ist wieder gefunden worden“. Es findet also bereits eine Art Auferstehung statt, und es gehen die Menschen von einem gewissen Tode zu einem gewissen Leben über: vom Tode des Unglaubens zum Leben des Glaubens, vom Tode des 322 Irrtums zum Leben der Wahrheit, vom Tode der Ungerechtigkeit zum Leben der Gerechtigkeit. Es ist also auch dies eine Auferstehung der Toten.