[Forts. v. 110 ] Aber was haben wir mit dem Kaiser zu tun? Allein ich habe schon gesagt, es handelt sich um* menschliches* Recht. Und der Apostel wollte doch, daß man den Königen diene; er wollte, daß man die Könige ehre: „Ehret den König“. Sage nicht: Was geht mich der König an? Was geht dich also ein Besitztum an? Durch die Rechte der Könige hat man Besitztümer. Du hast gesagt: Was geht mich der König an? Rede nicht von* deinen* Besitztümern, weil du auf die menschlichen Rechte verzichtet hast, durch welche man Besitztümer hat. Allein es handelt sich um göttliches Recht, sagt er. Also verlesen wir das Evangelium; sehen wir zu, bis wohin die katholische Kirche Christus angehört, auf den die Taube herabkam, welche gelehrt hat: „Dieser ist es, welcher tauft“. Wie also möchte nach göttlichem Rechte derjenige etwas besitzen, welcher sagt:* Ich* taufe, da doch die Taube sagt: „Dieser ist es, welcher tauft“; da doch die Schrift sagt: „Eine ist meine Taube, die einzige meiner Mutter“? Warum habt ihr die Taube zerfleischt? Oder vielmehr, eure Eingeweide habt ihr zerfleischt; denn wenn auch ihr zerfleischt seid, die Taube bleibt unversehrt. Also, meine Brüder, wenn sie nirgends haben, was sie sagen könnten, so will ich sagen, was sie tun sollen: sie sollen zur katholischen Kirche kommen, und sie werden dann mit uns nicht bloß Erdreich besitzen, sondern auch den, der Himmel und Erde gemacht hat.