So also mußte der Heilige Geist bei seiner Herabkunft auf den Herrn gezeigt werden, damit jeder erkenne, er müsse, wenn er den Heiligen Geist hat, einfältig sein wie die Taube, mit den Brüdern wahren Frieden haben, den die Küsse der Tauben andeuten. Denn Küsse haben auch die Raben; aber bei den Raben ist falscher Friede, bei der Taube wahrer Friede. Nicht jeder also, welcher sagt: Friede sei mit euch, ist als eine Taube anzuhören. Wie nun unterscheiden sich die Küsse der Raben von den Küssen der Tauben? Es küssen die Raben, aber sie zerfleischen; von Zerfleischung 91 weiß die Natur der Tauben nichts; wo also Zerfleischung, da ist kein wahrer Friede in den Küssen; jene haben den wahren Frieden, welche die Kirche nicht zerfleischten. Die Raben nähren sich nämlich vom Tode; das ist der Taube fremd, sie lebt von den Früchten der Erde, ihre Nahrung ist unschuldig, was in der Tat, Brüder, an der Taube zu bewundern ist. Die Sperlinge sind sehr klein, sie töten aber wenigstens Fliegen; nichts von dem die Taube, denn sie nährt sich nicht vom Tode. Die die Kirche zerfleischten, nähren sich von Leichen. Gott ist mächtig; beten wir, daß die wieder aufleben, die von ihnen verschlungen werden und es nicht einmal merken. Viele erkennen es, weil sie wieder aufleben; denn bei ihrer Ankunft wünschen wir uns täglich Glück im Namen Christi. Seid nur ihr so einfältig, daß ihr glühend seid, und eure Glut sei auf der Zunge. Schweiget nicht, redet mit feurigen Zungen, entzündet die Kalten.