[Forts. v. 92 ] Denn dies sah an ihm Johannes und lernte so erkennen, was er (noch) nicht wußte; nicht als ob er ihn nicht als den Sohn Gottes erkannt hätte, oder ihn nicht als Herrn erkannt hätte, oder Christus nicht erkannt hätte, oder aber auch das nicht gewußt hätte, daß er im Vater und Heiligen Geiste taufen werde; denn auch dies wußte er; sondern daß er so taufen werde, daß er für sich selbst die Macht (zu taufen) behielt und sie auf keinen Diener übertrug; dies ist es, was er an der Taube lernte. Auf dieser Macht nämlich, welche Christus für sich allein behielt und auf keinen Diener übergehen ließ, obwohl er sich würdigte, die Taufe durch seine Diener vornehmen zu lassen, auf dieser Macht beruht die Einheit der Kirche, welche in der Taube dargestellt wird, von der es heißt: „Eine ist meine Taube, die einzige ihrer Mutter“. Denn wenn, wie ich schon sagte, meine Brüder, die Macht vom Herrn auf den Diener übertragen würde, dann gäbe es so viele (verschiedene) Taufen, als es Diener gäbe, und die Einheit der Taufe würde nicht mehr bestehen.