Bischof von Thessalonich.
Dieses Schreiben überbrachte Rusticius entweder sehr bald nach dem obigen oder noch wahrscheinlicher mit demselben dem Bischöfe Achölius; Damasus empfiehlt darin den Rusticius der Liebe des Achölius und bestätigt nochmals das oben bezüglich des Maximus Gesagte.
§ 1
Zum Lobe meines Sohnes Rusticius kann Nichts 319 weiter hinzugefügt werden, ehrwürdiger Herr Bruder! Derselbe nemlich, da er das vorzügliche Amt eines Silentianusbei unserem Sohne, dem Kaiser Gratian, bekleidet, kam hieher, weil er die Gnade Gottes in Rom erhalten hat, damit er so versehen, da er in jene Gegenden gesandt ist, dort ankomme. Daher empfehle ich Deiner Ehrwürdigkeit in Allem, ihn wie mein eigenes Unterpfand aufnehmen zu wollen, damit er auf seiner durch Gottes Fügung veranlaßten Reise erkenne, daß er von den Mitpriestern Gottes geliebt und geehrt werde.
§ 2
Auf das Schreiben deiner Heiligkeit erwiderte ich ausführlich, es habe mir mißfallen, daß, ich weiß nicht was für einen Maximus, der langes Haar trägt, und dessen Tracht insbesondere nach dem Apostel schimpflich sei, aus Ägypten kommende Leute in Constantinopel zum Bischofe ordiniren wollten. Deine Heiligkeit würde also recht daran thun, wenn sie danach trachtete, daß im Übrigen ein Katholik eingesetzt werde, mit welchem wir durch Gottes Hilfe dauernden Frieden bewahren können.