Ebenso besaß das Wort die Macht, die es nach der Auferstehung empfangen zu haben erklärte, auch schon vor dem Empfang und vor der Auferstehung. Denn es gebot dem Satan aus eigener Machtvollkommenheit: „Weiche von mir, Satan!“ Seinen Jüngern aber gab es die Macht gegen ihn, da es nach ihrer Rückkehr sagte: „Ich sah den Satan wie ein Blitz vom 297 Himmel fallen“. Doch daß es das, was es empfangen zu haben erklärte, auch vor dem Empfang besaß, dafür gibt es noch einen weiteren Beweis. Es trieb nämlich die Teufel aus und, was der Satan gefesselt, löste es, wie es bei der Tochter Abrahams getan hat. Auch ließ es die Sünden nach, indem es zum Gichtbrüchigen und zum Weibe, das seine Füße salbte, sprach: „Deine Sünden sind dir vergeben“. Tote erweckte es und stellte den Blindgeborenen wieder her, indem es ihm das Gesicht gab. Und so tat das Wort, ohne abzuwarten, bis es dies empfing, sondern aus eigener Machtvollkommenheit. Hieraus erhellt, daß es das, was es als Wort hatte, auch als Menschgewordener hatte, und daß es nach der Auferstehung als Mensch empfangen zu haben erklärte, damit es die Menschen ihm zu danken hätten, wenn sie auf Erden, weil Teilnehmer an der göttlichen Natur geworden, fortan Macht gegen die Dämonen haben, im Himmel aber, weil vom Verderben befreit, ewig herrschen. Man muß sich überhaupt dessen bewußt bleiben, daß es nichts von dem, was es empfangen zu haben erklärt, so empfangen hat, als hätte es dies nicht besessen. Jetzt aber heißt es von ihm wie von einem Menschen, es habe empfangen, damit, wenn das Fleisch in ihm empfängt, die Gabe fortan durch dieses auch in uns beständig bleibe. Denn auch die Worte des Petrus: „Der von Gott Ehre und Herrlichkeit empfing“, „da ihm Engel Untertan wurden“, haben einen solchen Sinn. Wie es als Mensch fragte, aber als Gott den Lazarus erweckte, so ist auch das „er empfing“ von seiner menschlichen Seite gesagt; die Unterordnung der Engel aber beweist die Gottheit des Wortes.