Athanasius von Alexandrien · Apologia contra Arianos [seu Apologia secunda] · Kapitel 20
Dieß schrieben also die Ägyptier an alle Bischöfe und an den Bischof Julius in Rom. Die Eusebianer aber schrieben gleichfalls an Julius, und in der Absicht, uns zu erschrecken, baten sie ihn, er möge eine Synode berufen, und Julius möge selbst, wenn es ihm beliebe, die Sache entscheiden. Als wir nun nach Rom gegangen waren, so schrieb Julius natürlich auch an die Eusebianer. Er sendete zugleich zwei seiner Priester ab, den Elpidius und Philoxenus. Als Jene von uns vernahmen, erschracken sie, weil 78 sie nicht erwartet hatten, daß wir hinreisen würden, und sie lehnten es ab, indem sie unglaubwürdige Entschuldigungen vorbrachten, im Grunde aber fürchteten, sie möchten dessen überführt werden, was Ursacius und Valens eingestanden haben. Es traten nun über fünfzig Bischöfe da zusammen, wo der Priester Vito seine Versammlungen hielt, stimmten unserer Rechtfertigung bei und beschloßen, uns Gemeinschaft und Liebe zu gewähren. Sie drückten ihren Unwillen über Jene aus und baten den Julius, Folgendes an die Eusebianer zu schreiben, die auch an ihn geschrieben hatten, und er schrieb und sandte den Brief durch den Comes Gabianus.
Brief des Julius.
Julius dem Darius, Flacillus, Narcissus, Eusebius, Maris, Macedonius,Theodor und ihren Genossen, die von Antiochia an uns geschrieben haben, den geliebten Brüdern, Gruß im Herrn!