Athanasius von Alexandrien · Apologia contra Arianos [seu Apologia secunda] · Kapitel 16
[Forts. v. 72 ] Da wir das vorhersahen, daß die Ankunft von Feinden nicht ein geringer Nachtheil wäre, lehnten wir sie ab. So dachte auch Alexander, Bischof von Thessalonich, der in einem Schreiben an die, welche dort zurückgeblieben waren, ihre Intriguen nachwies und von ihrer Verfolgungssucht Zeugniß gab. Wenn sie diesen nun auch zu den Ihrigen rechnen und als einen Teilnehmer an ihrer Verfolgung aufzählen, so beweisen sie damit nur, daß sie gegen ihn Gewalt gebraucht haben. Denn auch der Erzbösewicht Ischyras hat sich nicht ohne Furcht und Anwendung von Gewalt dazu verstanden, sondern ist zur Anklage durch Zwang getrieben worden. Beweis dafür ist, daß Ischyras selbst an seinen Mitbischof Athanasius schrieb, daß dort nichts Solches vollbracht worden sei, sondern daß er angestiftet wurde, es zu erdichten. Und das schrieb er, da er nicht von ihm als Priester aufgenommen war, nicht einen solchen Namen aus Gnade empfangen, nicht den Bau einer Kirche zur Belohnung erhalten hatte, nicht als Lohn die bischöfliche Würde ihm in Aussicht gestellt war, was er alles wegen seiner Anklage von ihnen bekam. Ja es pflog sogar seine ganze Verwandtschaft Umgang mit uns, den sie gewiß nicht gepflogen hätte, wenn ihnen das geringste Unrecht zugefügt worden wäre.