Athanasius von Alexandrien · Apologia contra Arianos [seu Apologia secunda] · Kapitel 31
Auch das glaube ich euch mittheilen zu müssen, daß Athanasius versicherte, Makarius sei in Tyrus unter einer Bewachung von Soldaten geblieben, und nur der Ankläger sei mit denen, die nach der Mareotis gingen, abgegangen, den Priestern, die bei der Untersuchung anwesend zu sein wünschten, sei Dieß nicht gestattet worden, die Untersuchung über den Kelch und Tisch habe stattgefunden vor dem Eparchen und seiner Mannschaft in Gegenwart von Heiden und Juden. Das kam mir Anfangs unglaublich vor, wenn es nicht aus dem Beweismaterial hervorgegangen wäre, und das erregte unser Staunen und wird auch, glaube ich, euer Staunen erregen, Geliebte! Den Priestern wird die Anwesenheit nicht gestattet, die doch die Diener der Geheimnisse sind, aber vor einem auswärtigen Richter, in Gegenwart von Katechumenen, und was das Schlimmste ist, vor Heiden und Juden, die in Bezug auf ihre Stellung zum Christenthum nicht wohl angeschrieben sind, findet eine Untersuchung über des Blut Christi und den Leib Christi statt. Denn wäre überhaupt irgend ein Verbrechen vorgekommen, so hätten solche Dinge in der Kirche von Klerikern in gesetzlicher Weise untersucht werden sollen, und nicht von Heiden, die das Wort verabscheuen und die Wahrheit nicht kennen. Ich glaube, daß es euch und Allen einleuchten werde, was das für ein großer und schwerer Verstoß ist. So viel von Athanasius.