Athanasius von Alexandrien · Apologia contra Arianos [seu Apologia secunda] · Kapitel 13
Da sie gegen die Wahrheit, obschon sie sich gegen dieselbe gerüstet hatten, nicht aufzukommen vermochten und Ischyras zu Tyrus Nichts beweisen konnte, sondern ihm nachgewiesen wurde, daß er ein Verleumder sei, und ihre Intriguen an der Verleumdung scheiterten, so setzten sie zum Zwecke der Beweisführung die Verhandlung aus und erklärten, Einige aus ihrer Mitte nach der Mareotis zur genaueren Untersuchung schicken zu wollen, und die, welche wir aus vielen Gründen, weil sie es mit Arius hielten und deßhalb unsere Feinde waren, offen zurückwiesen, sandten sie unter eigenmächtigem Vorgehen heimlich ab, den Diognius, Maris, Theodor, Macedonius und zwei Jüngere an Alter und Sitte, den Ursacius und Valens von Pannonien. Diese also begaben sich, nachdem sie schon eine so weite Reise unternommen hatten, um ihren Feind zu richten, wieder von Tyrus nach Alexandria. Dabei verschmähten sie es, obschon sie Richter waren, nicht, als Zeugen aufzutreten, vielmehr trieben sie offen jede Art der Verfolgung und scheuten keine Anstrengung und keine Reise, um ihr unternommenes Intriguenspiel zu einem günstigen Ausgang zu führen. Den Bischof Athanasius hielten und ließen sie in 70 fremdem Lande zurück, sie selbst aber gingen in die Stadt des Feindes, als wollten sie die Kirche und das Volk verheeren. Und was noch sonderbarer ist, während sie den Ankläger Ischyras mit sich führten, gestatteten sie dem angeklagten Makarius nicht, sie zu begleiten, sondern ließen ihn gefangen in Tyrus zurück. Denn nach allen Seiten hin wurde von ihnen der alexandrinische Priester Makarius angeschuldigt.