Daher werden weder jene noch diese Nachlaß der auf solche Vergehen gesetzten Strafe erlangen. Das hat der Herr mit den Worten erklärt: „Wer aber gegen den Heiligen Geist lästert, dem wird nicht vergeben werden, weder in dieser Welt noch in der zukunftigen“. Und ganz mit Recht; denn wen soll der, der den Sohn verleugnet, anflehen, um Verzeihung erlangen zu können? Oder welches Leben oder welche Ruhe darf der erwarten, der den verworfen hat, der spricht: „Ich bin das Leben”, und „kommt alle zu mir, die ihr mühselig und beladen seid, ich will euch erquicken“? Werden aber diese in solcher Weise gestraft, dann werden offenbar jene, die Christus fromm verehren, die ihn dem Fleische wie dem Geiste nach anbeten, die ihn als Sohn Gottes anerkennen und nicht leugnen, daß er Menschensohn geworden ist, sondern glauben, daß der Logos im Anfang war und daß der Logos Fleisch geworden ist, ewig im Himmel herrschen, wie es unser Herr und Heiland Jesus Christus selbst verheißen hat mit den Worten: „Jene werden eingehen zur ewigen Pein, die Gerechten aber zum ewigen Leben”. Das schreibe ich dir, wie ich es verstehe, kurz und bündig. Du aber nimm es von mir nicht als vollkommene Unterweisung entgegen, sondern lediglich als ein Hilfsmittel. Dir bleibe es noch anheimgestellt, den genaueren Sinn aus dem Ausspruch des Evangeliums und aus den Psalmen zu schöpfen und die Garben der Wahrheit zu binden, damit man auch zu dir, wenn du sie trägst, sage: „Sie kehren unter Jubel heim, ihre Garben tragend", in Christus Jesus unserm Herrn, durch den und mit dem dem Vater zugleich mit dem Heiligen Geiste Ehre sei und Kraft in alle Ewigkeit. Amen.