Deshalb sprach er, als er den Heiligen Verheißungen machte, also: „Wir werden kommen, ich und der Vater, und Wohnung bei ihm nehmen“, und wieder: „Damit, wie ich und Du eins sind, so auch jene eins seien in uns“. Und die verliehene Gnade ist eine, die vom Vater und Sohne verliehen wird, wie 177 Paulus in jedem Brief schreibt: „Gnade euch und Friede von Gott, unserem Vater und dem Herrn Jesus Christus“. Denn das Licht muß zugleich mit dem Abglanz vorhanden sein und der Abglanz mit seinem Lichte geschaut werden. Deshalb kennen die Juden, die gleich diesen den Sohn leugnen, auch keinen Vater. Denn da sie die „Quelle der Weisheit“ verließen, wie Baruch ihnen vorhält, warfen sie von sich auch die aus ihr stammende Weisheit, unsern Herrn Jesus Christus — „denn Christus“, sagt der Apostel, „ist Gottes Kraft und Gottes Weisheit“ —, indem sie erklärten: „Wir haben keinen König als den Kaiser“. Die Juden haben nun die gerechte Strafe für ihre Leugnung; denn sie haben mit ihrer Stadt auch ihren Verstand verloren. Diese aber laufen nunmehr Gefahr, auch der Fülle des Geheimnisses — ich meine die Taufe — verlustig zu gehen. Denn wenn auf den Namen des Vaters und des Sohnes die Einweihung erteilt wird, sie aber [dabei] nicht den wahren Vater nennen, weil sie das aus ihm Stammende und Wesensähnliche leugnen, und auch den wahren Sohn in Abrede stellen, und einen andern nennen, den sie sich als ein Geschöpf aus dem Nichtseienden einbilden, ist dann nicht ganz und gar inhaltslos und unnütz, was von ihnen gespendet wird, indem er zwar einen Schein gewährt, in Wahrheit aber für die Gottseligkeit keinen Gewinn bringt? Denn nicht auf 178 den Vater und den Sohn spenden die Arianer die Taufe, sondern auf den Schöpfer und das Geschöpf, auf den Bildner und das Gebilde. Wie aber ein Geschöpf etwas anderes ist als der Sohn, so ist wohl das vermeintlich von ihnen Gebotene etwas anderes als die Wahrheit, mögen sie nun auch mit Rücksicht auf das Schriftwort die Namen „Vater“ und „Sohn“ noch beibehalten. Denn nicht schon der, der nur sagt: „Herr“, gibt damit auch, sondern nur der, der mit dem Namen auch den rechten Glauben besitzt. Deshalb befahl also auch der Heiland nicht einfach zu taufen, sondern er sagt zuerst: „Lehrt“, dann erst: „Taufet im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes“, damit aus dem Unterricht der rechte Glaube erwachse und mit dem Glauben die Vollendung in der Taufe hinzukomme.