§ 60
65 1. Von dem Weltall also hat der Gnostiker eine wahre und vortreffliche Auffassung, da er ja göttliche Lehre in sich aufgenommen hat. Da er also damit begann, die Schöpfung zu bewundern, brachte er so von Haus aus eine Probe seiner Fähigkeit, die Erkenntnis aufzunehmen, mit und wird ein eifriger Schüler des Herrn; und sofort, nachdem er von Gott und von der Vorsehung gehört hatte, kam er auf Grund seiner Bewunderung (der Schöpfung) zum Glauben.
2. Das ist also für ihn der Ausgangspunkt, von dem aus er sich in jeder Weise bemüht, sein Lernen zu fördern, und alles tut, wodurch er die Erkenntnis jener Dinge gewinnen zu können hofft, nach deren Erkenntnis er sich sehnt (die Sehnsucht, verbunden mit der Freude am Forschen, entsteht aber entsprechend dem Fortschritt im Glauben) das bedeutet aber, jenes gewaltigen und umfassenden Schauens würdig zu werden.
3. So wird der Gnostiker den Willen Gottes zu kosten bekommen; denn nicht seine Ohren, sondern seine Seele öffnet er den durch die Verkündigung geoffenbarten Tatsachen.
4. Da er also die Kenntnis des Wesens und der Tatsachen selbst durch die Verkündigung aufgenommen hat, führt er selbstverständlich auch seine Seele zur Erfüllung ihrer Pflichten, indem er die Gebote „Du sollst nicht ehebrechen! Du sollst nicht töten!“ in dem besonderen Sinn auffaßt, wie sie für den Gnostiker gemeint sind, nicht so, wie sie bei den übrigen aufgefaßt sind.
§ 61
1. Er übt sich also in dem auf klarem Wissen beruhenden Schauen und schreitet fort zu dem Kampf um das Verständnis der allgemeiner gültigen und erhabeneren Lehren, da er wohl weiß, daß der, der nach dem Wort des Propheten „einen Menschen Erkenntnis lehrt“, der „Herr“ ist, der Herr, der durch den Mund von Menschen wirkt; deshalb hat der Herr auch das Fleisch angenommen.
2. Mit Recht zieht er also nie das Angenehme dem Nützlichen vor, auch nicht, wenn ihn ein schönes Weib, das ihn in irgendeiner Lage überrascht hat, nach Art einer Dirne mit Gewalt verlocken will; denn auch 66 Joseph ließ sich durch die Frau seines Herrn nicht von seinem festen Vorsatz abbringen; er ließ sich vielmehr von ihr sein Gewand ausziehen, da sie es mit Gewalt festhielt, und wurde so der Sünde entkleidet, dagegen mit Sittsamkeit als Kleid umhüllt.
3. Denn wenn den Joseph auch die Augen seines Herrn, ich meine des Ägypters, nicht sahen, so sahen ihn doch die Augen des Allmächtigen.
4. Denn wir Menschen hören die Stimme und sehen die Körper, Gott aber erforscht die Sache, von der das Reden und das Sehen ausgeht.
5. Dementsprechend also, mag eine Krankheit oder irgendein Unglück über den Gnostiker kommen oder sogar das Schrecklichste, der Tod, so bleibt er in seiner Seele unerschütterlich, da er weiß, daß alle diese Dinge mit dem Wesen des Geschaffenen notwendig verbunden sind, aber, obwohl dies der Fall ist, doch durch die Macht Gottes zu einem „Mittel des Heils“ werden, indem sie, von der wahrhaft gütigen Vorsehung je nach Gebühr zugeteilt, auf dem Wege der Züchtigung denen eine Wohltat erweisen, die sich gegen die Umwandlung ihres Sinns verstockt zeigen.
§ 62
1. Der Gnostiker genießt also das Erschaffene, wenn die Vernunft es gebietet und soweit sie es gebietet, mit Dankbarkeit gegen den Schöpfer und wird so auch Herr über die Freude an dem Genuß.
2. Böses trägt er nie nach und grollt nie jemand, auch wenn er wegen seiner Taten Haß verdiente.
3. Denn er ehrt den Schöpfer und liebt den Mitmenschen, wobei er wegen seiner Unwissenheit Mitleid mit ihm hat und für ihn betet.
4. Und da er an den Körper gefesselt ist, der von Natur dem Leiden ausgesetzt ist, leidet er in der Tat mit ihm, aber das Leid ist nicht das, was er in erster Linie empfindet.
5. Jedenfalls erhebt er sich, wenn er in eine unerwünschte Lage gerät, aus der Not zu dem ihm eigenen Bereich und läßt sich von dem, was ihm innerlich fremd ist, nicht mitfortreißen, sondern gibt dem, was die Notwendigkeit für ihn mit sich bringt, nur so weit nach, als seine Seele unversehrt erhalten bleibt.
6. Denn er will nicht nur der allgemeinen Annahme, aber auch nicht nur dem Scheine 67 nach treu sein, sondern der Erkenntnis und der Wahrheit nach, das heißt in zuverlässigem Handeln und in wirksamem Reden.
7. Daher lobt er nicht nur das Gute, sondern strengt sich auch selbst mit aller Macht an, gut zu sein, und schreitet aus der Stellung „eines guten und getreuen Knechtes“, durch die Liebe weiter zu der Stellung „eines Freundes“ infolge der Vollkommenheit seiner sittlichen Haltung, zu deren vollständigem Besitz er durch wahres Lernen und viele Selbstzucht gelangt ist.
§ 63
1. So ist er mit Anstrengung bemüht, zu der höchsten Stufe der Erkenntnis zu gelangen; er ist zuchtvoll in seinem ganzen Wesen, bescheiden in seiner Haltung und hat alle jene Vorzüge, die für den wahren Gnostiker kennzeichnend sind; dabei blickt er auf die rühmlichen Vorbilder, auf die vielen Patriarchen, die vor ihm den Kampf siegreich bestanden haben, auf die noch größere Zahl von Propheten, auf die unendlich vielen Engel, die wir nicht zählen können, und auf den Herrn an letzter Stelle, der ihn lehrte und ihn dazu fähig machte, jenes höchsteLeben zu erlangen. Deshalb liebt er alle die wertlosen Güter dieser Welt nicht, um von ihnen nicht hier unten auf der Erde festgehalten zu werden; er liebt aber die Güter, auf die er hofft, vielmehr diejenigen, die er bereits erkannt hat, auf deren Empfang er aber noch hofft.
2. Deshalb also erträgt er die Leiden und die Foltern und die Bedrängnisse, nicht, wie nach der Erzählung der Philosophen die tapferen Männer, in der Hoffnung, daß die gegenwärtigen Leiden aufhören würden und er selbst wieder Angenehmes erfahren werde, sondern die Erkenntnis hat in ihm die unerschütterliche Überzeugung geweckt, daß er die zukünftigen Güter erhalten werde. Deshalb achtet er nicht nur die Verfolgungen, sondern auch alle Freuden hier auf Erden gering.
3. So wird erzählt, daß der selige Petrus, als er sah, wie sein Weib zur Hinrichtung fortgeführt wurde, sich über ihre Berufung zur Seligkeit und über ihre Rückkehr in die wahre Heimat gefreut habe; er habe ihr aber schöne Worte der Ermahnung und des Trostes zugerufen, habe sie bei ihrem Namen genannt und zu ihr gesagt: „Sei du des Herrn eingedenk“.
§ 64
68 1. Dieser Art war die Ehe der seligen Männer und ihre vollkommene Gemütsruhe auch da, wo es sich um ihre Liebsten handelte.
2. So sagt auch der Apostel: „Wer heiratet, soll sein, als heirate er nicht!“ Damit fordert er, daß die Ehe frei von Leidenschaft und nicht von der Liebe zum Herrn abgelenkt sei; an dieser Liebe festzuhalten, ermahnte er, der wirklich ein Mann war, seine Frau, als sie aus diesem Leben zum Herrn abscheiden sollte.
3. War nicht ihr fester Glaube an die Hoffnung nach dem Tode ganz deutlich zu sehen, bei ihnen, die auch mitten in der höchsten Qual der Verfolgung Gott dankten? Denn sie hatten, meine ich, den Glauben als einen unerschütterlichen Besitz, und auch die Taten, die ihm folgten, waren von dem Glauben erfüllt.
4. Daher ist die Seele des Gnostikers in jeder Lage voll Kraft; sie ist, wie der Körper eines Wettkämpfers, in höchstem Wohlbefinden und auf der höchsten Stufe der Stärke.
5. Denn sie ist in allen menschlichen Dingen wohlberaten, da sie nach dem Maßstab der Gerechtigkeit feststellt, was zu geschehen hat, und die Grundsätze von oben her von Gott erhalten und sich entsprechend der erstrebten Ähnlichkeit mit Gott Gelassenheit gegenüber den Freuden und Leiden des Körpers erworben hat; gegen alle Schrecknisse aber kämpft sie mutig und in festem Vertrauen auf Gott.
6. So ist die Seele des Gnostikers recht eigentlich ein irdisches Bild der göttlichen Macht, geschmückt mit vollkommener Tugend, die zu einer hohen Stufe der Entwicklung durch alle diese drei Kräfte, durch Naturanlage, durch eigene Übung, durch Belehrung, emporgeführt ist.
7. Im Besitz dieser Schönheit wird die Seele „ein Tempel des Heiligen Geistes“, wenn sie eine dem Evangelium entsprechende innere Haltung im ganzen Leben erreicht hat.
§ 65
1. Ein solcher Mann kann siegreich gegen alles Furchtbare und jedes Schrecknis ankämpfen, nicht nur gegen den Tod, sondern auch gegen Armut und Krankheit und Schande und gegen alles, was damit verwandt ist, da er für die Lust unbesiegbar und über die unvernünftigen Begierden Herr geworden ist.
2. Denn er weiß genau, was 69 man tun und was man unterlassen muß, und kann mit voller Sicherheit unterscheiden, was wirklich zu fürchten ist und was nicht.
3. Deshalb nimmt er verständig auf sich, was ihm die vernünftige Überlegung als notwendig und pflichtgemäß bezeichnet; dabei unterscheidet er verständig, was wirklich ungefährlich ist (das ist das Gute) von dem, was nur so scheint, und das wirklich zu Fürchtende von dem nur scheinbar zu Fürchtenden, wozu Tod und Krankheit und Armut gehören, die es mehr mit dem Schein als mit der Wahrheit zu tun haben.
4. Er ist der wahrhaft gute Mann, der außerhalb des Bereichs der Leidenschaften steht, da er vermöge des Zustandes oder der Haltung seiner tugendhaften Seele über das ganze, den Leidenschaften unterliegende Leben hinausgekommen ist. Für ihn „hängt alles von ihm selbst ab“, wenn es gilt das Endziel zu erreichen.
5. Denn die sogenannten Schicksalsschläge sind für den Guten nichts Furchtbares, weil sie keine wirklichen Übel sind; aber die wirklichen Schrecknisse sind für den gnostischen Christen etwas Fremdes, weil sie als wirkliche Übel dem Guten ganz genau entgegengesetzt sind; und es ist unmöglich, daß dem nämlichen das Entgegengesetzte zugleich in der gleichen Beziehung und zur gleichen Zeit widerfährt.
6. So spielt der Gnostiker „in dem Schauspiel des Lebens“ untadelig die Rolle, die durchzuführen Gott ihm überträgt, und weiß, was er zu tun und was er zu ertragen hat.
§ 66
1. Wenn nun die Feigheit darin besteht, daß man das zu Fürchtende und das nicht zu Fürchtende nicht unterscheiden kann, so ist der Gnostiker vielleicht allein wirklich mutig, weil er weiß, was in der Gegenwart und was in der Zukunft gut ist, und damit zugleich, wie ich schon sagte, auch weiß, was in Wahrheit nicht zu fürchten ist. Denn weil er weiß, daß allein die Schlechtigkeit feindlich und verderblich für die ist, die zur Erkenntnis fortschreiten wollen, bekämpft er sie, gewappnet mit den Waffen des Herrn.
2. Denn wenn etwas infolge von Unverstand oder infolge der Wirkung oder vielmehr der Mitwirkung des 70 Teufels entsteht, so ist es deswegen noch nicht sofort selbst der Teufel oder der Unverstand; denn es kann auch keine Tätigkeit Klugheit genannt werden; denn die Klugheit ist ein Zustand, aber keine Tätigkeit ist ein Zustand; es ist also auch die infolge von Unverstand entstandene Tat noch kein Unverstand, sondern eine infolge von Unverstand geschehene böse Tat, jedoch kein Unverstand; denn auch die Leidenschaften und die Verfehlungen sind keine Bosheiten, obwohl sie ihren Ursprung in der Bosheit haben.
3. Also ist keiner, der in unvernünftiger Weise tapfer ist, ein Gnostiker. Denn sonst müßte man auch die Kinder tapfer nennen, wenn sie sich aus Unkenntnis der Gefahren an Gefährliches heranwagen (sie greifen ja auch ins Feuer) und man müßte die Tiere, die sich auf die Speere losstürzen und in unvernünftiger Weise tapfer sind, tugendhaft nennen. Vielleicht wird man in dem gleichen Sinn auch die Gaukler tapfer nennen, wenn sie über Schwerter Purzelbäume schlagen und auf Grund einer gewissen durch Übung gewonnenen Fertigkeit um einen kümmerlichen Lohn ihre wertlosen Künste zeigen.
4, Der wahrhaft Tapfere aber geht, auch wenn er die ihm wegen der Wut der Masse drohende Gefahr vor Augen sieht, getrosten Mutes allem, was kommen mag, entgegen. Dabei ist er von den anderen sogenannten Märtyrern dadurch verschieden, daß diese selbst einen Anlaß für sich suchen, um sich auf irgendeine Weise (denn man muß sich billigerweise vorsichtig ausdrücken) in die Gefahren zu stürzen, jene dagegen, wie es die richtige Vernunft gebietet, den Gefahren ausweichen, aber dann, wenn Gott sie wirklich zu sich ruft, sich freudig hingeben und ihre Berufung dadurch gewiß machen, daß sie sich dessen bewußt sind, sich keine voreilige Handlung vorwerfen zu müssen; ihren tapferen Sinn aber lassen sie in der wahrhaft vernünftigen Tapferkeit sich bewähren.
§ 67
1. Sie ertragen also weder, wie die übrigen es tun, aus Furcht vor den größeren Übeln die kleineren, noch verharren sie bei dem Bekenntnis ihrer Berufung aus Scheu vor dem Tadel ihrer Standes- und Gesinnungsgenossen, sondern aus Liebe zu Gott gehorchen sie willig 71 dem Rufe, nicht wegen der Belohnungen für die Mühen; sie haben vielmehr kein anderes Ziel, als daß sie durch ihr Tun Gottes Wohlgefallen gewinnen.
2. Denn diejenigen, die aus Ruhmbegierde oder aus Furcht vor einer anderen noch härteren Strafe oder in der Hoffnung auf irgendwelche Freuden und Genüsse, die ihrer nach dem Tode warten, ausharren, sind noch Kinder im Glauben; sie sind zwar selig, aber sie sind noch nicht wie der Gnostiker zu Männern in der Liebe zu Gott geworden (denn es gibt, es gibt in der Tat wie in den Gymnastikwettkämpfen, so auch in der Kirche verschiedene Siegespreise für Männer und für Knaben); die Liebe ist aber ihrer selbst wegen erstrebenswert, nicht wegen irgend etwas anderem.
3. Für den Gnostiker erwächst also gewissermaßen die vollkommene Tapferkeit zugleich mit der Erkenntnis aus der Selbstbeherrschung im Leben, wenn er sich nämlich stets darum bemüht, über seine Leidenschaften Herr zu werden.
4. Die Liebe macht also durch Schulen und Üben den von ihr erzogenen Kämpfer furchtlos und unverzagt und erfüllt ihn mit Vertrauen auf den Herrn, ebenso wie die Gerechtigkeit ihn dazu befähigt, sein ganzes Leben hindurch die Wahrheit zu sagen.
5. Denn eine kurze Zusammenfassung der Forderung der Gerechtigkeit war das Wort: „Euer Ja soll Ja, und euer Nein soll Nein sein!“ Das gleiche gilt auch von der Mäßigkeit.
6. Denn weder wer aus Ehrgeiz (wie die Wettkämpfer der Siegeskränze und des Ruhmes wegen) noch wer aus Geiz (wie einige, bei denen die Mäßigkeit eine Heuchelei ist, weil sie infolge einer schlimmen Leidenschaft das Gute anstreben) aber auch nicht wer aus Sorge für das Wohlbefinden des eigenen Körpers der Gesundheit wegen und ebensowenig wer aus bäuerlicher Unwissenheit enthaltsam ist und die Genüsse nicht kennt, ist in Wahrheit mäßig (denn die Leute, die ihr Leben bisher in harter Arbeit hinbrachten, werfen, sobald sie einmal die Genüsse gekostet haben, ihre starre Enthaltsamkeit von sich, um sich den Lüsten hinzugeben)
7. Ebenso steht es bei denen, die durch Gesetz und Furcht vom Genießen abgehalten werden; denn sobald sie eine Gelegenheit dazu finden, übertreten sie heimlich das Gesetz und lassen die schönen Grundsätze im Stich.
8. Die Mäßigkeit aber, die um ihrer selbst willen zu wählen ist, die 72 entsprechend der Erkenntnis zur Vollendung kommt und immer bestehen bleibt, macht den Mann zum unumschränkten Herrn, so daß der Gnostiker mäßig und leidenschaftslos, von Lust und Leid unberührt ist, wie es der Erzählung nach der Diamant gegenüber dem Feuer ist.
§ 68
1. Die Ursache davon ist die Liebe, die alles Wissen an Heiligkeit und machtvoller Wirkung übertrifft. Denn wegen der Verehrung des besten und erhabensten Wesens, dessen Kennzeichen die Einzigartigkeit ist, macht die Liebe den Gnostiker zum Freund und zugleich zum Sohn, zu dem wahrhaft erwachsenen Mann, der zur vollkommenen Lebenshöhe herangereift ist.
2. Aber auch die Eintracht (xxx) besteht in der Übereinstimmung hinsichtlich der nämlichen Sache; das nämliche aber ist eines; und die Freundschaft kommt durch Ähnlichkeit zustande, wobei es eines ist, worin die gemeinsame Eigenschaft besteht.
3 Der Gnostiker also, der entschlossen ist, den wahrhaft einzigen Gott zu lieben, ist ein wahrhaft vollkommener Mann und ein Freund Gottes, der in den Rang eines Sohnes aufgenommen ist.
4. Denn dies sind Bezeichnungen für den hohen Adel und für die Erkenntnis und für die Vollkommenheit entsprechend dem Schauen Gottes, das die allerhöchste Stufe ist, zu der die Seele des Gnostikers gelangen kann, wenn sie vollkommen rein geworden und gewürdigt worden ist, den allmächtigen Gott ohne Aufhören „von Angesicht zu Angesicht“ zu schauen.
5. Denn da sie ganz geistlich geworden und zu dem gekommen ist, was ihr verwandt ist, bleibt sie in der geistlichen Kirche und wartet auf die von Gott verheißene Ruhe.