Basilius von Cäsarea · Regulae brevius tractatae · Buch 3 · Kapitel 93
[Forts. v. 237 ] Hat sich Jemand einmal seiner Güter entledigt und bekennt nichts Eigenes zu besitzen, in welcher Gesinnung muß der die zum Leben nothwendigen Dinge, wie Kleidung und Nahrung gebrauchen?
Antwort. Eingedenk, wie geschrieben steht, daß Gott es ist, der allem Fleische Nahrung gibt. Ausserdem muß er auch Sorge tragen, daß er als Arbeiter Gottes seiner Nahrung würdig sei, und zwar nicht einer solchen, die in seiner Macht liegt, sondern wie sie ihm von Dem, der mit dieser Sorge betraut ist, zur rechten Zeit und in rechtem Maße zugetheilt wird, wie geschrieben steht. „Es wurde aber einem Jeden ausgetheilt, je nachdem er bedurfte.“