Doch dem ist nicht so. Ferne sei es! Denn wie hier Johannes die unaussprechliche Einigung verkündigt, indem das Sterbliche vom Leben und dem verschlungen wurde, der das Leben selbst ist, wie der Herr zu Martha gesagt hat: “Ich bin das Leben, so zeigt auch der selige Petrus mit den Worten, durch Jesus 382 Christus sei das Wort abgesandt worden, die göttliche Einigung an. Denn wie einer, wenn er hört:”Das Wort ist Fleisch geworden“, wohl nicht auf die Meinung kommt, es sei deshalb nicht mehr Wort, was, wie gesagt, ungereimt wäre, so soll er auch, wenn er hört, daß der mit dem Fleische Verbundene das Wort sei, sich das göttliche Geheimnis als Eines und einfaches vorstellen. Deutlicher aber als jeder Vernunftschluß und mit Ausschluß jedes Zweifels beweist wohl, was zur Gottesgebärerin selbst der Erzengel sprach, die Einheit des göttlichen Wortes und des Menschen. Er sagt nämlich:”Der Hl. Geist wird auf dich herabkommen und die Kraft des Höchsten wird dich überschatten; darum wird auch das Heilige, das geboren wird, Sohn Gottes genannt werden“. In unverständiger Weise trennen also die Samosatener das Wort, von dem doch deutlich bewiesen wurde, daß es mit dem Menschen aus Maria vereinigt sei. Es wurde also nicht durch ihn abgesandt; vielmehr sandte es in ihm mit den Worten:”Gehet hin und lehret alle Völker".