„Ich und der Vater sind Eins“. Ihr sagt, daß entweder die zwei Eins seien, oder das „Eins“ doppelnamig, oder wieder das Eins in zwei geteilt sei. Wenn nun das Eins in zwei geteilt ist, dann muß das Geteilte ein Leib sein, und keines ist dann vollkommen; denn jedes ist ein Teil und nicht ein Ganzes. Wenn aber das Eins doppelnamig ist, so ist das die Lehre des Sabellius, der denselben Sohn und Vater nennt und beide aufhebt, den Vater, wenn er Sohn, und den Sohn, wenn er Vater ist. Wenn aber die zwei Eins sind, so müssen zwei existieren, aber nur Eins der Gottheit nach und entsprechend der Wesenseinheit des Sohnes mit dem Vater und der Abstammung des Wortes vom Vater, so daß zwar zwei sind, weil der Vater und der Sohn d. h. das Wort sind. Eins aber, weil Ein Gott ist. Denn wenn es nicht so ist, so hätte gesagt werden müssen: „Ich bin der Vater“ oder: „Ich bin auch der Vater“, Nun aber bezeichnet er mit dem „Ich“ den Sohn und mit dem „und der Vater“ den Erzeuger, mit dem „Eins“ aber die Eine Gottheit und seine Wesenseinheit. Denn nicht, wie die Heiden meinen, ist derselbe weise und Weisheit, oder ist derselbe Vater und Wort. Denn es geht nicht an, daß er eigener Vater sei; vielmehr weiß die göttliche Lehre vom Vater und Sohn, weisem und Weisheit, Gott und Wort, hält jedoch nur im allgemeinen aufrecht, daß er in allem ohne Trennung, Spaltung und Teilung ist.