Aus dem Deuteronomium: „Ihr aber, die ihr mit dem Herrn, eurem Gott, verbunden seid, lebt alle am heutigen Tage“. Aus dieser Stelle kann man den Unterschied abnehmen und erkennen, daß der Sohn Gottes nicht ein Geschöpf ist; denn der Sohn sagt: „Ich und der Vater sind Eins“, und: „Ich im Vater und der Vater in mir“, die gewordenen Dinge aber sind, wenn sie zunehmen, mit dem Herrn verbunden. Denn das Wort ist als ein eigenes im Vater; die gewordenen Dinge aber, die von außen stammen, sind als solche verbunden, die von Natur fremd aber dem Willen nach verbunden sind. Denn auch der naturhafte Sohn ist Eins mit dem Erzeuger. Wer aber von außen zum Sohne gemacht wird, der wird mit dem Geschlechte verbunden sein. Deshalb fügte er auch alsbald bei: „Welches ist das große Volk, dem sein Gott nahe tritt?“ und anderswo: „Ich 351 bin ein Gott, der sich naht“. Denn den gewordenen Dingen naht er sich, da sie ihm fremd sind, dem Sohne naht er sich nicht, da er ihm eigen ist, sondern ist in ihm, und der Sohn ist nicht mit dem Vater verbunden, sondern existiert zugleich mit ihm. Daher sagt auch wieder Moses im nämlichen Deuteronomium: „Ihr werdet seine Stimme hören und mit ihm in Verbindung gesetzt werden“. Was aber in Verbindung gesetzt wird, das wird von außen in Verbindung gesetzt.