355 Sollte aber einer, wenn er hört, daß Vater und Sohn zwei sind, uns verleumden wollen, als verkündeten wir zwei Götter — denn auf dergleichen Einfälle kommen manche und spotten dann alsbald: ihr redet von zwei Göttern —, so muß man solchen erwidern: Wenn der, welcher Vater und Sohn anerkennt, zwei Götter annimmt, so muß auch der, der nur Einen annimmt, den Sohn aufheben und Sabellius beipflichten. Denn wenn der, welcher zwei annimmt, heidnisch denkt, dann ist der, der Eins annimmt, ein Sabellianer. Doch dem ist nicht so, Ferne sei es! Wie vielmehr der, welcher Vater und Sohn für zwei nimmt, Einen Gott annimmt, so mag der, der an Einen Gott glaubt, Vater und Sohn sich als zwei denken, die aber durch die Gottheit Eins sind und dadurch, daß das aus dem Vater stammende Wort ohne Teilung, Trennung und Absonderung von ihm existiert. Ein menschliches Beispiel sei das Feuer und dessen Abglanz, die zwei sind in ihrer Existenz und fürs Auge, Eins aber, insofern sein Abglanz aus ihm stammt und von ihm untrennbar ist.