Es rast also Arius, wenn er sagt, „der Sohn sei aus dem Nichtseienden“, und: „Es war einmal, da er nicht war“. Es rast aber auch Sabellius mit seiner Behauptung, der Vater sei Sohn und umgekehrt, der Sohn Vater, der Wesenheit nach Eins, dem Namen nach zwei. Er rast ferner auch, wenn er die Gnade des Geistes zum Beispiel nimmt. Er sagt nämlich: Wie es „verschiedene Gnadengaben gibt, aber der Geist derselbe 374 ist“, so ist auch der Vater derselbe, erweitert sich aber zum Sohn und Geist. Doch das ist voll Ungereimtheit; denn wenn es sich bei Gott so wie beim Geiste verhält, dann wird der Vater Wort und Hl. Geist sein, indem er dem einen Vater, dem andern Wort, dem dritten Geist wird und sich so dem Bedürfnis eines jeden anbequemt. Dem Namen nach wird er also Sohn und Geist, in Wirklichkeit nur Vater sein, und er kennt einen Anfang, da er Sohn wird, und wo er aufhört, Vater genannt zu werden, und er wurde nur dem Namen nach Mensch, in Wirklichkeit aber kam er nicht einmal auf die Erde. Und er lügt, wenn er sagt: „Ich und der Vater“, da er ja in Wirklichkeit selbst der Vater ist, und was wir sonst noch an Ungereimtheiten bei Sabellius finden. Es wird auch der Name des Sohnes und Geistes aufhören müssen, wenn das Bedürfnis befriedigt ist, und es wird der Vorgang nur mehr eine Spielerei sein, weil er nicht in Wahrheit, sondern bloß dem Namen nach gespielt hat. Wenn aber nach ihrer Ansicht der Name des Sohnes aufhört, wird auch die Gnade der Taufe aufhören, die auf den Sohn gespendet wurde. Und was wird weiter darauf folgen, wenn nicht eine Vernichtung der Schöpfung? Wenn nämlich das Wort hervorgegangen ist, damit wir geschaffen würden und wir seinem Hervorgehen unsere Existenz verdanken, so werden wir offenbar, wenn es, wie sie sagen, zum Vater zurückkehrt, nicht mehr sein. Denn es wird so sein, wie es war, und wir werden so nicht mehr sein, wie wir ja nicht waren. Denn weil es nicht mehr hervorgeht, wird die Schöpfung nicht mehr sein.