Dem Herrn Theodosius, dem Triumphator, ewigen Kaiser und Vater, (entbietet) Licinia 300 Eudoxia, die gottesfürchtigste und blühende, ewige Kaiserin und Tochter (ihren Gruß).
Allen ist es bekannt, dass deine Sanftmut für die Christen und den katholischen Glauben so sehr besorgt und bekümmert sei, dass sie durchaus nichts zum Nachteile desselben geschehen lässt. Nachdem wir also glücklich in Rom angelangt und auf den Stufen der Basilika des heiligsten Apostels Petrus erschienen waren, trug uns der seligste Bischof der römischen Stadt mit noch sehr vielen anderen Bischöfen eine Bitte vor, indem er sagte, dass die ganze Lehre der Religion im Oriente umgestürzt werde und es so weit gekommen sei, dass der ganze Glaube der Christen sich auflöse. Er klagte nämlich auch, dass der Bischof Flavianus von Constantinopel wegen der Feindseligkeiten des alexandrinischen Bischofs vertrieben worden sei, und indem er (mich) bei der Ehrfurcht vor den ehrwürdigen Stätten selbst und bei dem Wohle euerer Sanftmut beschwor, stellte er mit den übrigen Bischöfen das Ansuchen an mich, dass ich von diesem Orte aus an deine Milde mein Schreiben richten möge, heiligster Herr Vater und verehrungswürdiger Kaiser! Indem ich (dich) also grüße, fordere ich (nur) Gerechtes: dass euere Friedfertigkeit diesen Angelegenheiten Heilung angedeihen lassen möge und das böse Geschehene zu verbessern befehle, damit alle bisherigen Entscheidungen widerrufen werden und die angeregte Sache des Glaubens und der christlichen Religion von Neuem auf einem in Italien versammelten Concil untersucht werde. Denn es wurde hierher geschrieben, der ganze Streit sei angefacht worden, 301 das der Bischof Flavianus von den menschlichen Angelegenbeiten entfernt werden konnte.