Meiner Gebieterin Eudoxia, der verehrten Kaiserin, (sende ich) Theodosius (meinen Gruß).
Die Schreiben deiner Liebe verschaffen uns zwar immer Freude, und umfassen wir sie mit großem Vergnügen des Herzens, auch pflegen wir allen deinen Bitten gerne zu willfahren, heiligste Frau Tochter, verehrte Kaiserin; allein bezüglich der gegenwärtigen Angelegenheit, d. i. in Betreff des einstigen Bischofes Flavianus und des später hierin Geschehenen, setzte unsere Sanftmut den hochwürdigsten Erzbischof Leo vollständig in Kenntnis. Deiner Süßigkeit aber ließen wir nur das mitteilen, dass, weil der genannte Flavianus durch heiliges Urteil von den menschlichen Angelegenheiten entfernt wurde, alles Schwanken und aller Streit von den heiligen Kirchen beseitigt ist, und dass hienach keine andere Entscheidung bezüglich des schon einmal Beschlossenen mehr möglich ist.